Die Katakomben von Paris



Titel: Die Katakomben von Paris
Autor: Peter May
Verlag: Rororo (2011)
Seiten: 448 S.
ISBN: 978-3-499-25402-4
Preis: 8,99 (Paperback & E-Book)
Ich hab bezahlt: 0 (Geburtstagsgeschenk, von einer Freundin!)

Inhalt:

Ein angesehenes Mitglied des französischen Staatsapparat verschwindet. Auch zehn Jahre später, fehlt von Jacques Gaillard jede Spur.
Enzo Mackay ist Professor für Forensik an der Universität in Tolouse, er nimmt eine Wette an, den Fall Gaillard zu lösen und findet dessen Schädel auch in den Katakomben von Paris. Doch wo ist der Rest der Leiche und was hat es mit den seltsammen Gegenständen auf sich, die bei dem Schädel gefunden wurden. Eine Jagd durch Frankreich beginnt.


Leseprobe findet ihr hier



Meinung:


Spätestens seit Dan Brown und Robert Langdon sind Schnitzeljagdplots in. Vorallem Paris, bietet da ja ein nettes Tableau.
Ich mag Paris, ich mags morbide, ich mag auch ab und an eine Schnitzeljagd. Aber Peter Mays Buch, habe ich nur bis zu einem gewissen Punkt wirklich ertragen können.

Was mich stört, ist die Tatsache, dass fast der gesamte Fall mit Hilfe von Tante Google gelöst wird. Und das ohne größere Probleme!
Sofort, oder naja meistens sofort, oder kurze Zeit später, weiß Enzo etwas mit den Hinweisen anzufangen. Die Assistentin jagt es durch google und TADA!

Wenn Enzo es mal nicht weiß, kommt sofort irgendwer um die Ecke. Das kann das obligatorische Love-Intrest sein (natürlich fliegen auch hier die Damen auf den Prota, das man sich nur verwundert die Augen reiben kann. Egal ob dickbusige Studentin (was ich GANZ furchtbar fand) oder reife Frau, ALLE lieben Enzo) oder wenn die gerade nicht zur Hand ist, wird der Fitnesstrainer-Freund der Tochter mitten in der Nacht mal zum kuriosen Weinkenner umfunktioniert.

Der Rest ist dann, hinfahren, ausbuddeln und den obligatorischen Ärger mit der Polizei bekommen. Dem man mit dem obligatorischen guten Draht zu den Ermittlungsbehörden wieder ausgleicht :D

Vieles erinnert einfach an Sakrileg oder Dan Brown im allgemeinen. Aber während Robert Langdon wenigstens durch fast schon enzyklopädisches Wissen zum Thema Kunstgeschichte glänzt, bekommen wir hier immer nur google Lösungen. Und das so zack zack, dass ich mir manchmal verwundert die Augen reibe.

Der Schluss ist ... großer Gott der Schluss ... viele Bücher enttäuschen zum Ende hin. Aber der Autor musste es hier echt übertreiben. Nachdem er dem Protagonisten die Standart-kaputte-Ehe-Vergangenheit angehängt hatte, musste da ja auch noch was kommen. Ich kam mir vor, wie bei einem SAT1 Movie mit Bettina Zimmermann in der Hauptrolle.
Während die Zeit ausläuft, finden Antagonist und Protagonist natürlich noch die Zeit groß und breit alles auszudiskutieren, damit ich als Leser ENDLICH das Motiv erfahre.

(Was bringt einem also dazu, einen Menschen zu zerstückeln und seine Einzelteile zu verstecken. Mal im Ernst, dafür KANN es doch keine logische Erklärung geben ^^)

Zu Gute halten muss man dem Autor, dass er sich scheinbar in Paris ganz gut auskennt. Und Enzo auch versucht hat diese französische Lebensart mitzugeben. (Essen/Wein usw. spielt eine bedeutende Rolle, bei der Einführung von Szenen ;))
Allerdings, will er mir wirklich weiß machen, das Enzo ALLES über Paris und Frankreich weiß, aber NOCH NIE was von den Katakomben gehört hat. (Na klar, das weiß sogar meine Mutti^^)

Ich hätte mir mehr Kombinationsgabe gewünscht, weniger google, weniger große Brüste Oo, und einen glaubhafteren Schluss.

Es wird noch weitere Abenteuer mit Professor Mackay geben, aber leider wird er die ohne mich erleben müssen.


--- Sowohl Link als auch Titelbild wurden von den Seiten des Rowohlt Verlags entnommen ---

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