eine (zu) coole Heldin - Rezi zu "Blanche - der Erzdämon"

Der Sieben-Verlag hat uns schon viele tolle Geschichten ausschlielich deutscher Autoren geschenkt.

Auf diesem Weg bin ich auch auf Blanche - der Erzdämon von Jane Christo gestoßen.


 Jane Christo
Sieben-Verlag
200 S.
ISBN 978-3-864430-48-0
Preis: 14.90 (Buch); 8,99 (E-book/E-Stick)

Aufmachung:

Blanche war das erste Buch, des Sieben-Verlags, das ich in gedruckter Form in der Hand hielt.
Was mir gleich aufgefallen ist, war das es sehr dünn (ja 200 Seiten :D) ist und das sich der Schriftsatz deutlich von dem anderer Verlage unterscheidet.
ENDLICH ist mal wieder was auf einer Seite drauf :D
Mitleierweile hat man bei vielen Verlagen das Gefühl die Hälfte der Seite wäre Rand und das Buch künstlich aufgedickt.



Inhalt:

Blanches Ziehvater Wayne, seines Zeichens Profikiller, wird ermordet. Als wäre das nicht schlimm genug für Blanche, taucht der Erzdämon Beliar bei ihr auf und überbringt ihr eine Nachricht von seinem Boss Saeten: Wayne hat seine Seele an den Teufel verkauft, ist aber nach seinem Tod nicht wie besprochen in der Hölle aufgetaucht. Also muss Blanche ihn in der Zwischenwelt finden, oder aber seinen Platz einnehmen.
Aber Blanche hat ganz anderes im Sinn. Rache an Waynes Mördern steht ganz oben auf der To-Do-Liste.

Figuren:

Blanche ist cool, beinhart und kein Mädchen das gerettet werden muss. Sie ist eine knallharte Profikillerin, die ordentlich Blei in der Luft braucht um in Fahrt zu geraten.
Die dunkelsten Ecken von Paris sind ihr zu Hause und wer ihr dumm kommt, hat schneller ausgelacht, als ihm lieb ist.

Ganz ehrlich.

Ich mochte Blanche, von Seite eins an.
Sie ist tough, doch genau das ist auch die Krux an diesem Buch.
Ab der Hälfte habe ich mich gefragt, ob sie nicht zu tough ist.

Am Anfang fand ich ihre Art sehr cool. Ich mochte es, dass Blanche nicht einfach so in etwas hineinstolpert, sondern sich ihre Fähigkeiten erarbeitet hat. Das sie Teil einer Welt ist. Sagt was sie denkt, tut was sie tun muss.
Aber es gab eine Szene (kein Spoiler, wirklich nicht) in der sie darüber erzählt, wie sie im Alter von sechzehn Jahren in ihrem Internat, einen Auftragskiller ermordet hat. Wie sie darüber philosophiert wie schwer es ist, Blut aus Holzboden herauszuschrubben.

Und da war bei mir der Punkt erreicht. Das Fass der Coolness war schon bis zum Rand gefüllt, und diese Erinenrungsepisode brachte es dann zum überlaufen.

Cool sein, ist eine Sache, zu cool eine ganz andere. Zwar hat Blanche auch ihre schwachen Momente (was sie summa sumarum zu einer sehr interessanten Figur gemacht hat) aber etwas weniger übercool, hätte es auch getan.

Beliar ... ach ja ... der Erzdämon. :D
Er war wieder mal das dankbare Brett in dieser kleinen Geschichte. Ich steh zwar nur bedingt auf Männer mit Flügel, aber er war ... ja auf seine Art und Weise sehr heiß.

Stil/Sprache:


Bei Jane Christo gehts zur Sache. Derbe, schonungslos und einfach mal ohne Umschweife.
Schließlich befinden wir uns im Auftragskiller/Stricher und Drogenmillieu und nicht auf dem Kaffeekränzchen des örtlichen evangelischen Kirchenvereins.

Es wird geflucht, geschossen und gemordet.
Also ein Buch für Erwachsene.

Zwar gibt es auch rührselige Momente, Flashbacks und Hintergrundstories, aber Action und Bum-Bum überwiegen doch.

Die Geschichte ist rasant, actionreich und sie spielt in Paris. Also kein Grund zur Beschwerde hier.

Ich werde mir die anderen beiden Teile (Blanche - die Versuchung; Blanche die Erlösung) irgendwann bestimmt auch noch zu Gemüte führen.

(Wenn mein SUB mal nicht so monströs ist (was glaube ich eine Zeit lang dauern kann)







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