griechisches Drama deluxe - [Rezi] the song of achilles

Die Griechenland.
Wiege des Dramas. Land der größten Heldensagen der Menschheit.
Die Ilias. Die Odysee.

Jeder einzelne klassische Stoff dieses Planeten, wurde in Hellas zum allerersten Mal erzählt. Gesichten von Liebe, von Krieg, von Schlachten und Göttern.

Ihr seht, ich bin wieder im Fangirl-Modus ... und ja es wird gefährlich.

Nach meinem Captive-Prince Suchtproblem und den daraus resultierenden Bookhangover, war ich gezwungen mir eine Ersatzbefriedigung zu suchen. Meine Wahl fiel  auf:



von Madeline Miller
Bloomsbury 
368 S. 
ISBN: 9781408816035 
8.99€ TB; 4.99€ e-book


Inhalt: 

Greece in the age of heroes. Patroclus, an awkward young prince, has been exiled to the court of King Peleus and his perfect son Achilles. Despite their differences, Achilles befriends the shamed prince, and as they grow into young men skilled in the arts of war and medicine, their bond blossoms into something deeper - despite the displeasure of Achilles's mother Thetis, a cruel sea goddess. But when word comes that Helen of Sparta has been kidnapped, Achilles must go to war in distant Troy and fulfill his destiny. Torn between love and fear for his friend, Patroclus goes with him, little knowing that the years that follow will test everything they hold dear.

 Meinung: 

Zunächst einmal würde ich gern klarstellen, dass das Wort "awkward" ziemlich gemein ist. Patroclus ist einfach nur zum Küssen.
Er und Achilles sind für mich das goldigste Paar seit ... seit ... ich kann das gar vergleichen. Mit nichts. Mit niemandem. 

Patroclus ist ... ich würde fast sagen sowas wie Bella Swan in männlich und real (will heißen, NIEMAND mag ihn. Niemand beachtet ihn. Jeder hält ihn für hässlich und halb bescheuert ... wegen seiner Mutter, die hatte einen an der Klatsche) Er ist einfach 0815. Er ist ein Normalo. Er ist einfach totaler Durchschnitt.  Und dabei so unheimlich zum Küssen, dass ich es nicht aushalte.

Weder besonders schlau, noch besonders schön, an ihm ist NIX besonderes. NIX. Und genau das macht ihn so toll. 

Aus Versehen tötet er einen anderen Jungen und sein Vater schickt ihn ins Exil nach Phthia, zu König Peleus und dessen Sohn Achilles. 

Und Achilles ist. Der ist ... schön. Stark. Unfassbar gut. Er kann Kämpfen. Er kann singen. Er hat den Brettfaktor auf den alle Jungs wie Mädchen stehen. Er ist ein Magnet. (Das einzige was ich anmerken möchte ist, dass er in diesem Buch nicht so arrogant ist, wie in der Ilias berschrieben. Es hält sich größtenteils in Grenzen) 

Und dieser perfekte, tolle, Halbgott, sucht sich von allen Typen die auf Phythia unterwegs sind, gerade 0815 Standart-Patroclus als Waffenbruder aus. Und Waffenbruder heißt bei den Griechen nicht nur Waffenbruder, das ist viel mehr. Das ist Best Buddy, Berater und <3 auf Lebenszeit. 

Fortan, gibt es die zwei nur noch als Doppelpack, sehr zum Leidwesen von Thetis, Archilles immer an PMS leidender Seenymphenmutter. Die kann Patroclus auf den Tod (muhahaha einen Göttin/Tod-Witz ich schieß mich weg) nicht ausstehen. 

Es kommt wie es kommen muss, und Patroclus und Achilles werden mehr als nur Freunde. Dann kommt es zu Helenas Entführung und das Drama nimmt seinen Lauf. 

Und liebe Leute, jeder der auch nur einen Hauch Ahnung von griechischer Mythologie hat, wird bei diesem Buch Leiden . Spätestens bei Sätzen wie "Warum sollte ich Hector töten, der hat mir doch nix getan", treibt es einem das Wasser in die Augen. 
Man fühlt sich mal kurz wie die Moiren, die Schicksalsgöttinen. Man weiß was kommt und kann es nicht aufhalten. 

Bis 81% hielten sich meine Tränen noch in Grenzen. Ab 85% hab ich nur noch geheult. Drei ganze Stunden lang. Ich hab die finale Folge von Homeland ignoriert (obwohl ich Damian Lewis SEHR sexy finde und Clare Danes eine fantastsiche Leistung abliefert) Ich hab das Schnitzel für meinen Mann in Holzkohle verwandelt und deswegen zweimal Feueralarm ausgelöst. (Weswegen ich das Lesen unterbrechen musste -.-) 
Du weißt was passiert, es macht dich fertig. Du weist, es ist der Vorarbend der Schlacht und es macht dich fertig. Oh Gott, er und das Mädchen und OH GOTT die Autorin holt dir das Herz mit einem rostigen, stumpfen Löffel aus der Brust.  Ganz langsam. Quälend, sadistisch langsam.

Ich habe mich ja gefragt wo und wie das Buch endet. Ich verneige mich vor der Autorin für DIESE Lösung (nein ich verate nichts, aber BITTE kauft euch eine gigantische Menge an Taschentüchern, es wird euch fix und fertig zurücklassen). Und das Ende, der letzte Satz. 

Dieses Buch hat einfach alles, was ein Buch braucht, das dich auch nach dem letzten Wort nicht mehr loslässt. Einfach weil ... ja weil es kein klassisches Happy End hat.  Und du es den beiden doch so sehr gewünscht hättest.

Die Autorin weiß übrigens von was sie da schreibt. Mrs. Miller hat ihren Doktor in Altgriechich und Latein und das Buch hat mich nicht nur fantastisch unterhalten, sondern mir auch noch vieles beigebracht. (zwei Sachen in Kombination die ich an Büchern liebe)

Obwohl es in dem Buch Götter und Fabelwesen gibt, ist es weit davon entfernt ein "Fantasyroman" zu sein. Es ist das Griechenland der Legenden, das ich liebe, seit ich ... fünf bin. 

Wer jetzt denkt: Verdammt DAS würde ich echt gern lesen, aber "my english is not the yellow of the egg". Keine Sorge, das Buch gibt es auch auf Deutsch! 
"Das Lied des Achill" aus dem Bloomsbury-Verlag Berlin. 

Also Leseempfehlung?
Aber auf jeden Fall, würde ich sagen.



                                                                     

Kommentare

  1. Griechische Mythologgie ist eigentlich nicht mein Ding, aber es hat dich vom Captive Prince Hangover geheilt - allein das überzeugt *gekauft*

    AntwortenLöschen
  2. Tolle Beitrag !

    Lg
    vanessa
    http://albers-fotografie.blogspot.de/

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

[Rezension] Eisige Schwestern

[Montagsfrage] Kommentare

[Rezension] Die Henkerstochter