Noch mal 17 sein - [Rezi] Virtuosity

Es gibt Bücher die WILL ich einfach haben.
Virtuosity war so ein Buch.
Es klang toll, es klang neben den ganzen Vampir/Gestaltenwanderern/Dystopie und Auserwählten-Teeni-Lovestories mal so ganz anders. Einfach nach was neuem.

Das Buch war gefühlte hundert Mal in meinem Amazonwagen, und genausooft in meiner Hand im Buchladen. Doch für knappe 200 Seiten Teeniekitsch 13€ zu bezahlen, das schreckte ab. Jetzt hab ich es doch gelesen und hier mein Eindruck davon


von Jessica Martinez
Boje-Verlag
253 S. 
ISBN: 978-3-414-82322-9
Preis: 12.99 € (gebunden)

Inhalt: 

Die siebzehnjährige Carmen ist ein Star. Sie tourt mir ihrer Geige durch die Welt und spielt überall vor ausverkauften Konzertsälen. Doch die Konkurrenz ist hart. Beim Guarneri-Wettbewerb treten Jungstars aus den verschiedensten Ländern gegeneinander an - und nur der Sieg zählt.
Carmen steht unter Druck, den sie nur noch mit Tabletten in den Griff bekommt. Doch dann lernt sie Jeremy kennen, ihren ärgsten Konkurrenten um den Sieg. Und obwohl Carmen weiß, dass sie sich vor ihm in Acht nehmen sollte, fühlt sie sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Für Carmen ist die Zeit gekommen, sich zu entscheiden: Setzt sie auf Sieg oder auf die Liebe ...
Meinung: 
Ich weiß nicht, wie oft ich beim lesen dieses Buchs kreischend in die Seiten kollabiert bin, und gedacht hab: "Hach 17 müsst man nochmal sein. Und dein einziges Problem im Leben dieser gutaussehende Typ der dein Todfeind ist ... und ein millionenschwerer Violinenwettbewerb". 
Virtuosity ist ein Buch, mit einer sehr dezenten, aber dafür um so süßeren Liebesgeschichte, zwischen zwei erbitterten Konkurenten. 
Und es ist ein Buch, mit einer Botschaft... es zeigt auch die Schattenseiten des Berühmtseins. Beschränkt sich aber auf die üblichen Komponenten (die Mutter deren Karriere zu früh vorbei war und die deshalb alles auf ihre Tochter reflektiert. Pillenmissbrauch. Leistungsdruck)
Was mich auch gleich zum Kritikpunkt des ganzen bringt. Ja, das Buch ist niedlich, auf eine zuckersüße Art und Weise und ich hab wirklich bei manchen Szenen blinkende, winzige Herzchen in den Augen gehabt. Einfach weil es Teeniekitsch in Reinkultur war. So richtig zum Dahinschmelzen. 
Auf der Negativseite stehen die gerade einal 250 Seiten. 
Was dem Buch fehlt ist Tiefgang. Ja, man fiebert mit. Und bei einigen Szenen hab ich meinen schlafenden Vater geweckt, weil ich so laut "WAS!?" geschrien habe. Aber es sind nur 250 Seiten und die Autorin schafft es nicht, wirkliche emotionale Tiefe hinein zu legen. 
Viele Konflikte, Verschwörungen und Beziehungen werden kurz angerissen. 
Hunder Seiten nicht erwähnt. 
Wieder kurz angerissen und das Buch ist vorbei. 
Das Ende kam ... verblüffend schnell. Und war eine kleine Enttäuschung für mich. Ich hätte mir etwas anderes gewünscht. 
Unterm Strich kann ich sagen, Virtuosity ist ein Buch mit einer Botschaft. Es handelt vom Erwachsen werden, davon eigene Entscheidungen zu treffen und durchzuhalten. 
Wir haben eine Protagonistin die mich mehr als einmal zum lachen gebracht hat und einen Protagonisten der wirklich zuckersüß ist, auch wenn er relativ wenig "tut". (Im Vergleich zu anderen Romanzen wird hier wenig rumgeknutscht. Von Fummeln mal gar nicht zu anzufagen) 
Die Kürze des Buchs, ist mein Kritikpunkt. 
Hundert Seiten mehr, etwas mehr Tiefe und ein bisschen mehr ... keine Ahnung ... Endkampf hätten mir besser gefallen. 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

[Rezension] Eisige Schwestern

[Montagsfrage] Kommentare

[Bookrant] Pakt des Blutes