[Zeit für Indie] - Rezi zu Zerrissen

Japp heute dachte ich: Hey schon lange keine Indies mehr gelesen.
Und schon lange keine KG

Also hab ich das Internet (amazon) durchstöbert und bin auf die KG von Elena Eckert gestoßen.



von Elena Eckert
Neobooks
24 S. 
ISBN:  978-3-8476-3978-7
 Preis: Momentan 0€, regulär sollten es 99c sein

Inhalt: 


Meine Lippen verziehen sich zu einem traurigen Lächeln, weil ich begreife, was geschehen ist. Weil ich begreife, was weiter passieren wird. Ich werde nicht reden können. Man wird mir Fragen stellen, nachhaken, möglicherweise auch geschockt nach meinen Eltern fragen. Dabei weiß ich noch nicht einmal, ob ich nicht schon längst von zu Hause ausgezogen bin. Meine Erinnerungen sind lückenhaft. Immer wieder tauchen die Bilder auf. Ich höre meine eigenen Schreie in den Ohren, presse dann die Hände fest darauf, in der Hoffnung, dass ich es so ausblenden kann. Meistens wird es nur schlimmer und ich rolle mich zusammen und versuche zu schlafen.

Wie lange liege ich hier schon? Wenn ich mich Eins mit meinem Körper fühle, merke ich, dass meine Glieder taub sind, meine Lippen blau und ein stetiges Zittern von meinem Körper Besitz ergriffen hat.

Wenn ich die Augen öffne, verursacht das helle Licht Schmerzen, die sich in meinem Kopf festsetzen.

Meinung: 

Fangen wir mal ganz Indie-Typisch mit den Bascis an. 
Das Cover ist wirklich gut. Ich muss zugeben, dass ich nur wegen dem Cover draufgeklickt habe, um mir das Ganze einmal anzusehen. Deshalb für die Aufmachung schon mal einen Daumen nach oben. 

Kommen wir zum eigentlichen Inhalt des Textes.
Nach einer halben Stunde war ich durch und hab meinen E-Reader gesenkt und gedacht: Hm. Und das war es jetzt. In Ordnung.

Es war kein Gefühl der Euphorie und kein oh Schade vorbei, aber auch kein: OMG was hab ich mir denn da jetzt runtergeladen. Die Geschichte hatte schon Hand und Fuß, doch zwanzig Seiten nicht nicht die Welt und den Großteil nimmt die innere Selbstreflektion der Figur ein, garniert mit ein paar winzigen Rückblenden und einigen Stellen Aktion. Scheinbar brauche ich bei einem Krimi/Spannungsplot doch mehr, als nur zwanzig Seiten um mich für eine Geschichte einnehmen zu können und mitzufiebern.

Die Story hat keinen wirklichen Abschluss, zwar hält die Auflösung eine Wendung bereit, die man zuerst nicht kommen sieht, doch irgendwie konnte mich "Zerrissen" nicht so wirklich mitreisen.

Der Schreibstil ist solide, bis auf ein paar kleine Stilblüten.
Rechtschreibfehler? Mir ist einer ins Auge gesprungen, aber das kann ich verzeihen.
Was mir hier gefehlt hat, wäre etwas mehr Aktion und weniger "Innenleben", was natürlich durch die von der Autorin gewählte Ich-Perspektive schwer umzusetzen ist. Insgesamt bleibt der Spannungsbogen eher niedrig.

Was "Zerrissen" zu einer KG macht, die man lesen kann, wenn man etwas für seine Mittags/Kaffeepause sucht und nicht in ein größeres Buch reinlesen will.

Kaufempfehlung?: 

Wen die Inhaltsangabe (also der Textausschnitt) zusagt, der kann unbesorgt zugreifen.

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