[Zeit für Indie] - Rezi zu Herzen aus Asche

Ich bin auf "Herzen aus Asche" eher durch Zufall gestoßen.
Es war, mal wieder, ein ach so berüchtigter Cover-Click. Ich meine ... schaut euch dieses Cover an. Mein erster Gedanke war: "Oh ein neues Lyx Buch" und dann hab ich mich dumm und dämlich gesucht, weil da nix von Lyx zu finden war auf dem Cover. Und auch unten stand nix von irgendeinem Verlag! Deshalb bekommt "Herzen aus Asche" schon mal einen Extra-Coverstern!



von Narcia Kensing
320 Seiten
2.99€ (e-book)
9.90 € (Print)

Inhalt:
"Tot ist nur, wer vergessen wird. Doch was, wenn die Toten nicht vergessen?"

Die Studentin Amelie stößt auf der Suche nach einer neuen Wohnung auf eine verlockende Annonce. Eine Villa für umsonst? Sie ist skeptisch, verliebt sich jedoch sofort in das wunderschöne Anwesen. Sie darf mietfrei wohnen, verpflichtet sich aber, das Gebäude vor dem Verfall zu bewahren. Kein schlechtes Angebot, und noch dazu ist der junge Hausbesitzer Leif überaus attraktiv. Doch es geschehen seltsame Dinge, wie von Geisterhand zerfallen Möbel zu Asche.
Nach und nach taucht Amelie immer tiefer in die Familiengeschichte der ehemaligen Hausherren ein, und auch deren Sohn Leif hütet ein dunkles Geheimnis. Als im Ort mehrere Menschen auf unerklärliche Weise zu Tode kommen, begibt sie sich auf die Suche nach Antworten. Schon bald gerät sie selbst ins Visier jenseitiger Mächte ...

Meinung:

Wie gesagt, das Buch hat mich sofort magisch angezogen. Allein schon dieses Cover, was für ein selbstverlegtes Buch ja mal wirklich erste Sahne ist. 
Dann kommt hinzu, dass ich das "Herzen aus Asche" an gerade einmal zwei Tagen gelesen hab. Ich lese viel, aber im Vergleich zu meinen bücherfressenden Freunden, bin ich wirklich eine Schnecke, deshalb sind zwei Tage, für die Seitenmenge nicht schlecht. Und das will was heißen. 

Nun zum Buch an sich. Die Geschichte von Amelie und Leif, ist mal etwas ganz anderes. Ich mag Mythologie wirklich gern und die nordische Mythologie ist etwas, dass noch nicht so arg abgegriffen wurde. Deshalb war es mal eine nette Abwechslung für mich, etwas über Runen, Wikinger und alte Flüche aus Schweden zu lesen. 
Der Schreibstil der Autorin ist flott, man kommt sehr schnell rein in Amelies Leben. 
Sie wohnt in Upsalla, studiert Kunstgeschichte und hat eine übervorsichtige, männerhassende Übermutter mit einem Antiquitätenladen. Als Amelie ihre Wohnung aufgeben muss, flatter auf mysteriösen Wegen ein Angebot in ihren Briefkasten. 
Eine Villa für umsonst, sie muss nur Hausmädchen spielen, und der Besitzer, der atrraktive Leif, ist auch nicht von schlechten Eltern. 
Was Amelie nicht hätte ahnen können, ist, dass sie sich tief in ein magisches Durcheinander aus Tod, Rache und Erlösung verstrickt hat. 

Gut ich gebe es ehrlich zu, der Roman hat ein paar Schwächen und hier und da hätte ein Lektorat noch gut getan. Es kommen etliche Wiederholungen vor, die ich als Leser nicht gebraucht hätte, Amelie heult mir etwas zu schnell und zu ausdauernd herum, und manche ihrer Gedankengänge und Entscheidungen konnte ich nicht so wirklich zu 100% nachvollziehen. Auch ein paar Rechtschreibfehler haben sich eingeschlichen. 

Trotzdem hab ich immer weiter gelesen. Einerseits, weil ich endlich wissen wollte, wie es zwischen ihr und Leif ausgeht. Andererseits wollte ich unbedingt wissen, ob ich mit meinen Theorien recht hatte. Und das werte ich immer, als Zeichen dafür, dass ein Buch (trotz kleiner Schwächen) im Grunde genommen alles richtig gemacht hat. Er war an den richtigen Stellen spannend, machmal auch witzig und ich konnte mitfiebern. Nur die Lovestory ... die war nix für mich (vielleicht weil ich mich mit Männern mit längeren Haaren einfach nicht anfreunden will). Nichts gegen dich Leif, du bist einfach nicht mein Typ!

Deshalb vergebe ich 4/5 Sternen für einen soliden Fantasyroman mit kleinen Ecken und Kanten.

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