[Rezi] Galatea

Ich liebe die grieschiche Antike. Und heute bin ich zufällig auf die Kurzgeschichte "Galatea" gestoßen. Und was soll ich sagen, ich musste sie haben.


von Madeline Miller
Bloomsbury Publishing
20 S. 
1.39 €

Inhalt: 

In Ancient Greece, a skilled marble sculptor has been blessed by a goddess who has given his masterpiece – the most beautiful woman the town has ever seen – the gift of life. Now his wife, Galatea is expected to be obedience and humility personified, but it is not long before she learns to use her beauty as a form of manipulation. In a desperate bid by her obsessive husband to keep her under control, she is locked away under the constant supervision of doctors and nurses. But with a daughter to rescue, she is determined to break free, whatever the cost


Meinung: 

Seit "the Song of Achilles" bin ich ein Fan dieser Autorin. Wenn Madeline Miller über die Antike schreibt, wird sie lebendig. Ihre Bücher sind nie wirklich Fantasy, obwohl es sämtliche Götter, Helden, Fabelwesen und Schurken gibt. Ihre Geschichten spielen in einer Zeit der Wunder, einem antiken Traum, in dem einfach alles möglich ist. 

Galatea ist, genau wie die Illias auch, eine Antike Sage. 
Ein Mann erschafft die schönste Statur der Welt und verliebt sich in sie. Von seiner Hingabe angetan, verwandelt Aphrodite sie in eine lebendige Frau. 
Huzzah! Für die Götter!
Dumm nur, dass der Kerl ein echter ... naja Frauenfeind ist. 
Die Kurzgeschichte setzt da ein, wo der Mythos endet. Was passiert mit Galatea nachdem sie unter seinen Händen lebendig wurde?
Eins ist sofot klar: Sie wäre besser eine Statur geblieben ...

Wie ich schon sagte: Madeline Miller und die Antike sind ein unschlagbares Team. Ihre Art zu erzählen ist einfach nur wunderbar. Sie schafft es auf diesen wenigen Seiten Galatea ein Charakter zu geben. Sie ist ziemlich gerissen für ein Stück Stein und hat einen feinen schwarzen Humor dem man Marmor gar nicht zugetraut hätte. 
Und das Drama das aufgerollt wird ... ja ich würde sagen: Klassisch grieschisch. Melpomene wäre sehr zufrieden mit dieser KG. (Melpomene ist die Muse der tragischen Dichtkunst ;P)

Ich kann nur hoffen, dass Madeline Miller niemals aufhört die griechische Mythologie für mich neu aufzurollen.

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