[Rezi] Deep - Gefahr aus der Tiefe

Ist ja schon ein paar Tage her, dass ich hier etwas geschrieben habe.
Was einfach daran liegt, dass ich übers Wochenede im Krankenhaus war. Blinddarm. Meine erste OP. Eine "interessatne" Erfahrung auf die ich (vorallem so kurz vor Weihnachten) sehr gerne verzichtet hätte.

Zum Glück hat es mit dem nach Hause kommen vor Weihnachten auf den letzten Drücker noch geklappt hat. Viel gelesen hab ich im Krankenhaus nicht. Man hat zwar viel Zeit (zu viel) aber man hat ganz andere Sachen im Kopf, als Bücher (erstaunlich aber wahr) Ich hab eigentlich die ganze Zeit nur die Ärzte genevt, dass ich nach Hause will. JETZT.

So genug gejammert (musste nach dem Horrorwochenende aber echt mal sein) hier meine Rezi zu Deep-Gefahr aus der Tiefe.

http://www.loewe-verlag.de/titel-0-0/deep-4702/

von Jens Schumacher
Loewe-Verlag
ISBN: 978-3-7855-7512-3
7.95€

 Inhalt: 

Java: Exotische Strände, Dschungel und geheimnisvolle Tempelanlagen – bessere Ferien könnte sich Henry Wilkins nicht wünschen, als er seinen Vater auf eine Forschungsreise begleitet. Als er noch dazu vom Fund eines U-Boots ganz in der Nähe hört, ist sein Abenteurergeist vollends geweckt.
Das Schiff ist im zweiten Weltkrieg auf mysteriöse Weise gesunken und jetzt wollen Taucher hinter den Bullaugen des Stahlkolosses unheimliche Schemen ausgemacht haben.
Henry geht dem Geheimnis in der Tiefe des Meeres auf den Grund – nichts ahnend, dass dieses Wrack etwas birgt, das die gesamte Menschheit gefährdet.


Meinung: 
Gute Güte, was hatte ich Erwartungen an das Buch. 
Seit ich 20.000 Meilen und Sanctum (dem Film) habe ich eine Schwäche für die "großen unterseeischen Tiefen" und Männer in Taucheranzügen entwickelt. 

Und ich mag auch solche Archäologie-Indiana-Jones Sachen. Deep klang einfach wie "mein Buch" und was soll ich sagen ... ich wurde einfach nur maßlos enttäuscht. 

Zunächst einmal will ich vorausschicken. Deep ist Band zwei einer Reihe. Hab ich nicht gewusst, wurde mir erst während des Lesens klar. 
Der Autor liefert einem aber immer genug Infos, um zu verstehen, was in Bd. 1 passiert ist und wie das mit Bd. 2 zusammenhängt. Aber das rettet Deep für mich auch nicht. 

Was war das Problem?


Ich habe ja oben Indiana Jones schon erwähnt.
Die ersten drei IJ Filme waren toll, der vierte eine Katastrophe. Zumindest für mich. Was unter anderem daran lag, dass ich es nicht mag, wenn man Archäologie und Aliens in einen Topf schmeißt.

Für Leser von Bd. 1 dieser Reihe dürfte das nicht die große Überraschung gewesen sein, aber mir hat dieses "Seesternkopf-Alien-Diener"-Sache echt die Story verhagelt. Wie gesagt ich mag diese Kombination nicht.
Und besser, wurde es auch nicht. Spätestens als die Unterwassernazis aufgetaucht sind ... da bin ich aus der Story ausgestiegen und hab nur noch quer gelesen.

Sotrytechnisch hatte das Buch für mich einen Totalreinfall. Ich konnte gar nicht glauben, dass so einem Rückentext, so eine Story folgt. Ich wusste immer was als Nächstes kommt oder ich konnte nicht fassen, was ich da grade gelesen habe.

Dazu kommen Figuren, die auch nicht so wirklich glaubhaft waren.
Der Held lernt morgens am Strand ein Mädchen kennen, und schon ist sie bei einer lebensgefährlichen Unterwassermission mit dabei. Und zwar nicht, weil es nicht anders ging, weil sich die "Ereignisse überschlagen" sondern, einfach ... weil man wahrscheinlich ein Mädchen dabei haben muss.

Ich frag mich sowieso was das für ein Vater ist, der seinen minderjährigen Sohn und ein unbekanntes, minderjähriges Mädchen, das der Sohn fünf Minuten kennt, immer wieder in Gefahr bringt. Egal ob sie sich illegal auf gesperrtes Gebiet schleichen, oder mal eben mir nichts dir nichts zu einem gesunkenen U-Boot auf 400 Meter Tiefe tauchen von dem augenscheinlich eine tödliche Gefahr ausgeht.

Vater des Jahres wird der bestimmt mal nicht.

Was bleibt noch. Die Bösewichte. Meine güte, es ist zwar ein Jugendbuch, aber müssen alle Figuren und allen voran die Antagonisten, solche Klischeebolzen sein?
Der Oberbösewicht im Gehrock, zurückgegeeltem Haar (inklusive einzelner weißer Haarsträhne) Uhrenkette und Professorentitel.
Ihm zur Seite gestellt wird natürlich der aufgepumpte, Bodybilder/Boxer/Bodyguard -Schläger aus der rechten Szene mit Berliner Schnauze (even then when he MUST talk in english, wa!)

Als Fazit kann ich nur sagen.
Der Rückentext klang genau wie ein Buch das ich lesen will. Aber ich war ziemlich schnell, sehr ernüchtert.
Deep hatte einfach nichts, was mich begeistern konnte.
Schade ... ich such weiter nach Männern in Taucheranzügen und neuen Abenteuern in den großen Meerestiefen. 












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