[Abbruch] The Hunger and the Howling of Killian Lone

Bei mir ist das mit dem Bücher abbrechen so eine Art Untugend.
Es kommt bei vielen Büchern der Moment an dem mich die Begeisterung im Stich lässt, die Story vor sich hindümpelt und ich einfach keine Lust mehr habe weiter zu lesen.

Viele von meinen Freunden quälen sich dann trotzdem durch diese Bücher, und nehmen die letzten 200 Seiten auch noch mit.

Irgendwann, wahrscheinlich bei meinem ersten "Hausfrauenhisto", habe ich entdeckt, dass es sich nicht lohnt, Bücher die einem nerven, oder die man einfach für unsagbar schlecht hält, auf Teufel komm raus zu Ende zu lesen.
Man kann mich auch nicht mit "die ersten 800 Seiten sind grausam, aber die letzten 60 waren der Hammer" ködern.

(Und ja, solche Beschreibungen gibt es. Wenn ich meine Freundin nach dem neusten Band der Higlandsaga von Diane Gabeldon frage, ist der oben genannte Satz die häufigste Antwort, neben: "Die haben immer noch Sex ... viel Sex ... aber eigentlich müssten die ja schon 60 oder so sein" und "Ich sollte mal wieder den ersten Band lesen, der war noch gut")

Sei es wie es wolle.
Mir passiert es des Öfteren, dass ich aufhöre Bücher zu mögen, während ich sie noch lese. Das kann die unterschiedlichsten Gründe habe.
Meistens ist es bei dicken Büchern irgendwo auf Seite 400Schießmichtot. Von jetzt auf gleich denke ich: Oh Gott, ich hab immer noch 200 Seiten, was soll da jetzt noch kommen. Und dann merke ich wie der Autor anfängt die Story mit Nebenhandlungen und auf der Stelle Treterrei zu verwässern. Und zack ... die Lust ist hinüber, das Buch für mich gestorben.

Im Zuge der "2014 wird alles anders alles besser" Motivationsvorsätze hab ich beschlossen, jedes Buch das ich anfange, auch zu beenden. Und bis jetzt ... ja war ganz gut. Bis jetzt.

Vorgestern hab ich angefangen "The Hunger and the Howling of Killian Lone" zu lesen. Ich fing an und war total geflasht.
Es war böse, es war gruselig, es war düster, es war maskulin, es war mitunter herrlich makaber. Ich hab die halbe Nacht durchgelesen und war total euphorisch.

Heute Morgen voller Entheusiasmus wollte ich das Buch zu Ende lesen und was soll ich sagen ... meine Güte ich hab selten, wirklich selten ein Buch so radikal abstürzen sehen.

Ich konnte wirklich mit vielem in diesem Buch leben.
Dem Missbrauch, den Schikanen, dem Wahnsinn, den Geistern und der Gewalt. Ich halt sowas aus, ich komm damit klar.
Womit ich in Büchern nicht klar komme ist Ekel. Und zwar dann, wenn er meiner Meinung nach ... unnötig ist.

Ich will nicht viel über den Inhalt sagen. Aber es gab eine Szene irgendwo bei 85% in der sich Rasierklingen, eine ganze Menge Blut, Alkohol, Drogen und Sex zu etwas vermischt haben, was ich einfach nur grotesk und so abstoßend fand, dass ich es nicht mehr weiterlesen konnte. 


Da hab ich wohl eine Grenze erreicht.
Und mein erstes Buch dieses Jahr abgebrochen :(

Das Schlimme ist: Ich hatte solche großen Hoffnungen in das Buch und wurde so bitter enttäuscht.



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