[Rezi] das Schicksal ist ein mieser Verräter

http://www.hanser-literaturverlage.de/buecher/buch.html?isbn=978-3-446-24009-4
von John Green
Hanser Verlag
288S. 
ISBN: 978-3-446-24009-4
16.88€

Inhalt: 

„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.

Meinung:

Eigentlich braucht dieses Buch keine Rezis mehr. 
Es hat Millionen Rezis. Deshalb einfach nur ein paar persönliche Reflexionen.

Ich dachte nicht, dass ich ein Krebsbuch lesen kann.
Ich bin Hypochonder. Ich habe eine krankhafte, übersteigerte Angst vor Krankheiten und vor allem Krebs. Da kann ich mich, wenn nötig, richtig reinsteigern.

Krebsbücher?
Ne, da sterben alle am Ende, und ich hab ein Trauma. Aber, Laura meinte, ich könnte "das Schicksal ist ein mieser Verräter" ruhig lesen. Und okay, das hab ich gemacht.

Ja, ich hab geheult.
Natürlich hab ich geheult. Sterben ist scheiße. Für dich. Für deine Lieben. Sterben ist einfach nur absoluter Bullshit.
Aber jetzt, da ich das Buch beendet habe muss ich sagen: Hab dann doch nicht so viel geheult, wie ich dachte, dass ich heulen muss.

Ja, das Buch hat mich zum Nachdenken gebracht. Es hat mich tief drinnen berührt. Aber es hat mich nicht so emotional zerrüttet, wie z.B. die Bücherdiebin (da hatte ich richtige Heulkrämpfe. Da hat schon ne Überschrift gereicht und ich konnte zwei Stunden nicht weiterlesen)

Ich hatte wirklich Angst, dass dieses Buch ... ja eine Wunde aufreißt und mich wieder in ein "oh Gott Krebs"-Loch schubst, aber ... nein. Vielleicht liegt es daran, dass in dem Buch eh alle Krebs haben und schon längst die Phase der "Akzeptanz" erreicht haben. Oder einfach daran, dass es eben nicht nur so depri ist (wobei wie obern erwähnt ... sterben ist scheiße) sondern auch lustig. Ich hab gleichzeitig gelacht und Tränen vergossen.

Es gab nur ein paar Dinge an dem Buch die mich fertig gemacht haben. Es ist und bleibt ein Krebsbuch und deshalb passiert auch genau das, was man davon erwartet.
Und was mich vor allem fertig gemacht hat, war Hazels Vater. Der Mann hat mich echt geschafft. Er weint andauernd. Und ja ... das macht mich auf privater Ebene fertig. Ich weiß, dass mein Vater wegen mir auch mal geweint hat ... und wenn Väter weinen, dann ist die Situation richtig scheiße und verfahren und ... ja wie gesagt sterben ist scheiße, auch wenns nur beinahe sterben ist.

Und deshalb hab ich eigentlich fast nur wegen Hazels Vater geheult, weil ich an meinen eigenen Vater denken musst, und jetzt hock ich hier und schreib über heulende Väter und heul schon wieder, weil ich an meinen heulenden Vater denken muss. Puuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuh ... Teufelskreis. Teufelskreis.
Väter machen mich fertig.

Ich glaube ich geh jetzt ins Bett und les ... keine Ahnung, irgendeinen schmalzigen Liebesroman.



Kommentare

  1. Hallo !
    ich habe gerade deinen Blog entdeckt und finde es hier sehr schön!
    Normalerweise würde ich dich followen, aber bei mir funktioniert das gerade nicht...
    Naja, jetzt bist du unter meinen Lesezeichen...:)
    LG Lena von
    www.lenasbuecherwelt.blogspot.de

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  2. Huhu!
    Echt tolle...Reflexion :D Spiegelt gut deine Gefühle wieder ;) Das Buch schein ja wirklich bei ALLEN gut anzukommen. Habe noch keine negative Rezi gelesen. Ich glaub, ich sollte es auch mal bald lesen :D
    Schöner Blog, gefällt mir sehr gut ;)
    Liebe Grüße,
    Ebru

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