[Rezi] das Seelenhaus

http://www.droemer-knaur.de/buch/7895221/das-seelenhaus
von Hannah Kent
Droemer-Knaur
384 S. 
ISBN:  978-3-426-19978-7
19.99€
 
Inhalt:
 
"Sie sagen, ich soll sterben. Sie sagen, ich hätte Männern den Atem gestohlen und jetzt müssten sie mir den meinen stehlen."

Island 1828. Agnes ist eine selbstbewusste und verschlossene Frau. Sie wird als hart ­arbeitende Magd respektiert, was sie denkt und fühlt, behält sie für sich. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird, ist sie allein. Die Zeit bis zur Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines Beamten verbringen. Die Familie ist außer sich, eine Mörderin beherbergen zu müssen – bis Agnes Stück um Stück die Geschichte ihres Lebens preisgibt.

Die Tat war grausam: zwei Männer erschlagen, erstochen und verbrannt. Die angeblichen Täter, neben Agnes Magnúsdóttir ein junges Paar, werden zum Tode verurteilt. Vor allem an Agnes will der zuständige Landrat ein Exempel statuieren.
Scheinbar ungerührt nimmt Agnes das Urteil hin, ebenso wie die Ablehnung der Familie. Erleichtert, dem Kerker entkommen zu sein, kann sie bei der Arbeit manchmal ihr Schicksal vergessen. Vieles hier ist ihr vertraut: die schroffe Landschaft, die ärmliche Torfbehausung, der harsche Ton der Hausherrin. Ihr ganzes Leben war davon bestimmt – bis sie einen Mann kennenlernte und sich nach langer Zeit erlaubte, sich ihre Sehnsucht nach Liebe und Zugehörig­keit einzugestehen. Der Schmerz über seinen Tod, der ihr nun angelastet wird, überlagert alles, auch die Angst vor dem eigenen Tod. Schließlich vertraut sich Agnes einem jungen Vikar an, der sie auf den Weg der Reue und Buße führen soll. Während der langen Gespräche, die die ganze Familie mithört, ist es vor allem
Margrét, die Hausherrin, die ahnt, dass die offizielle Wahrheit über Agnes vielleicht falsch sein könnte.
 
 
Meinung:

Seit letztes Jahr schlägt Goodreads mir dieses Buch vor. 
Seit letztes Jahr ignoriere ich es, weil ich Burial Rites, so der Titel des Originals, mir auf englisch dann doch zu ein zäher Brocken gewesen wäre. 

Jetzt gibt es das Buch auf Deutsch, ich habe es an zwei Tagen gelesen, hab geheult wie ein Schlosshund und bin immer noch total fix und fertig. 

Fangen wir mit dem Schreibstil an. WAHNSINN. Wirklich. Das Buch ist dicht und atmosphärisch und düster. Das karge Leben im Island des 19. Jahrhunderts wird einem eiskalt (im wahrsten Sinne des Wortes) vor Augen geführt. Hannah Kents Schreibstil ist einfach fantastisch. Sie schafft es dich mitzenehmen und tiefe Gefühle zu wecken ohne großes Drama. 

Ich bin ehrlich, diese kein Drama-Sache, war mir am Ende zu wenig. Nur ein kleiner, eher persönlicher Punkt, ich will es nicht Kritik nennen. Das Buch endet einfach und ich will mehr und das macht mich immer noch ganz kirre. 

Vom Inhalt will ich nicht viel sagen, die Inhaltsbeschreibung reicht vollkommen. Auch zu den Figuren will und kann ich eigentlich nichts sagen. Das Seelenhaus ist ein Gesamtkunstwerk. Etwas das ich nicht auseinanderpflücken und in Teilen bewerten will oder kann. 

Fazit:

Wieder eine kurze 5 Sterne Rezi. Das Seelenhaus ist einfach ein Buch das einem packt und so schnell nicht wieder loslässt und ich finde einfach keine Worte dafür wie ich dieses Buch andes beschreiben soll ausßer: fesselnd, düster und genial einfach. 

5/5 Sternen
lest es!

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