[Rezi] The Whale Road


von Robert Low
Thomas Dunn Publ. 
340 S. 
Oathsworn #1
ISBN: 0312361947
1,70€ (Ebook)
9,20 (Hardcover)
Inhalt:
A band of brothers, committed only to each other, rides the waves, fighting for the highest bidder, treading the whale road in search of legendary relics.

Life is savage aboard a Viking raiding ship. When Orm Rurikson is plucked from the snows of Norway to brave the seas on the Fjord Elk, he becomes an unlikely member of the notorious crew. Although young, Orm must quickly become a warrior if he is to survive.

His fellow crew are the Oathsworn---named after the spoken bond that ties them in brotherhood. They fight hard, they drink hard, and they always defend their own.

But times are changing. Loyalty to the old Norse Gods is fading, and the followers of the mysterious “White Christ” are gaining power across Europe. Hired as relic hunters, the Oathsworn are sent in search of a sword believed to have killed the White Christ. Their quest will lead them onto the deep and treacherous waters of the whale road, toward the cursed treasure of Attila the Hun and to a challenge that presents the ultimate threat.

Robert Low has written a stunning epic, a remarkable debut novel. Not only a compelling narrative, The Whale Road also brings a new Viking landscape stretching from Scotland through the Baltic and on to Istanbul.


Letzte Woche war ich krank.
Fieber. Schnupfen. Schüttelfrost. Das volle Programm.
Und weil Worte wie "ODIN!" und "SCHILDWALL!!" meine Stimmung, aus mir unerfindlichen Gründen, heben, hab ich die komplette erste Staffel  Vikings geschaut.
Und danach wollte ich was über Wikinger lesen.
Die Gründe dafür, liegen natürlich auf der Hand:



Nein ... wartet, war sexy time WIRKLICH der Grund für die Wiki ... hach ja, schon, Ragnar Lodbrok war einfach zu smexy.

Wie gesagt, ich wollte was mit Wikingern, und meine guten Freunde aus meiner allerliebsten-Lieblings Goodreads Gruppe: Ancient & Medieval Historical Fiction, haben für jeden Lesewunsch, die passenden Bücher parat.

Whale Road ist ein Klassiker. Robert Lows Debüt und als solches hochgelobt. Ich möchte vorausschicken, dass es unheimlich blutig und brutal zugeht. Wikinger eben. Wer keine Schlachten, Schildwälle, abgetrennte Körperteile, Blut Blut Blut, Eingeweide und Kloppereien mag, für den ist Whale Road nix.

Es ist hart. Kernig. Eher was für Jungs.

Der junge Orm, landet auf der Fjord Elk, dem legendären Schiff von Einar dem Schwarzen. Jetzt darf der Jung mit auf Beutezug nach England. Denn die Eidgeschworenen sollen für einen Aurtraggeber eine Reliquie stehlen. Doch alles kommt ganz anders, als sie denken und haste nicht gesehen stecken die Nordmänner bald bis zum Schnauzer in einem handfesten Abenteuer.
Es geht um nichts geringeres, als Attillas Schatz, und Sigfrieds legendäres Schwert.

Ich bin ehrlich, die ersten 100 Seiten waren ein Kampf. Die Geschichte beginnt sehr gemächlich und wenig spektakulär.
Orm wird eingesammelt, nachdem er einen Eisbären gekillt hat (oder sagen wir .. fast) und man setzt Segel Richtung England. Das alles ist natürlich von Kämpfen und dergleichen unterlegt, aber es braucht eben seine Zeit, bis man begreift, worauf die Sache rausläuft.

Ich mochte Orm, als Ich-Erzähler.
Zwar beschränken sich seine Abenteuer auf, "Diesen oder Jenen töten." "Rumschleichen" "Für halsbrecherische Selbstmordmissionen ausgwählt werden, weil er der Kleinste ist." "Klugscheißen, wenn es grade echt ungünstig ist" und natürlich "Vögeln." Gott im Himmel, Orm ist 16 und ich bin davon überzeugt, dass er in absolut jeder Muschi von Gotland bis Konstantinopel war. In JEDER. Ich als Mädchen, das ich nun einmal bin, finde dieses Durchhaltevermögen und diese Standfestigkeit echt beachtlich. Vorallem, wenn man bedenkt, dass Orm die meiste Zeit davon einfach noch dazu sturzbetrunken ist. 

Unterm Strich kann man die Abenteuer des Orm so zusammenfassen: Kloppen. Saufen. Vögeln.

Aber, es ist ziemlich kurzweilig. :D
Man muss es halt mögen.

Am Setting, der Recherche und dergleichen hab ich nix auszusetzen. Robert Low hat seinen Job gut gemacht. Die Welt der Wikinger, die Umbruchphase, zwischen den alten Religionen und dem Christentum, die Länder, die erst noch im Entstehen begriffen  sind, all das war sehr bildhaft beschrieben.
Der Schreibstil ist, wie ich schon sagte, recht kernig.
Wer eher Schmöker liest, wird es wahrscheinlich zu brutal und zu fixiert aufs Blutvergießen finden.

Vom Schwierigkeitsgrad war es wirklich höllisch schwer. Viele der Worte, Orte, Fachbegriffe, habe ich bei Wikipedia nachgeschlagen. Manche waren drinn, andere nicht. Wer  also eher keine englischen Bücher liest, sollte sich nicht gerade Whale Road als Einstieg aussuchen. Harte Kost.

Wer jetzt Lust auf die Wikinger bekommen hat, der kann das Buch auch auf Deutsch lesen

http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Raubzug-Die-Eingeschworenen-1/Robert-Low/e382533.rhd
 
Fazit: 
Trotz einem eher zähen Einstieg konnte Robert Low mich überzeugen. 
Whale Road war genau das, was ich mir unter einem guten, blutigem Wikingerbuch vorgestellt habe. 
4/5 Sternen


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

[Rezension] Eisige Schwestern

[Montagsfrage] Kommentare

[Rezension] Die Henkerstochter