[Rezension] The Fall

von Bethany Griffin
Greenwillow Books Publ. 
420S. 
ISBN: 9780062107855
8,49 € (ebook)
14,89€ (Hardcover)
 
 
Inhalt:
 
Madeline Usher is doomed.

She has spent her life fighting fate, and she thought she was succeeding. Until she woke up in a coffin.

Ushers die young. Ushers are cursed. Ushers can never leave their house, a house that haunts and is haunted, a house that almost seems to have a mind of its own. Madeline’s life—revealed through short bursts of memory—has hinged around her desperate plan to escape, to save herself and her brother. Her only chance lies in destroying the house.

In the end, can Madeline keep her own sanity and bring the house down? The Fall is a literary psychological thriller, reimagining Edgar Allan Poe’s classic The Fall of the House of Usher.
 
 
Meinung:
 
Ich war sofort begeistert von der Idee des Buches. 
Es hat alles, was ein ordentliches Herbst/Winterbuch braucht. 
Ein altes, fluchbeladenes Haus, Edgar Alan Poe, das victorianische England, eine ganze Menge Athmosphäre und eine verfluchte Heldin, die auf Seite eins, in ihrem eigenen Grab aufwacht. 
Her damit!
 
Bevor ich anfange, rein für die drückende Atmosphäre, die Ausweglosigkeit in der Madeline sich befindet, dem Fluch und der Location hätte das Buch 5 Sterne Plus mit Schleifchen verdient. 
Die Atmosphäre im Hause Usher ist genau so, wie ich mir das vorgestellt habe. Schöner, altmodischer Grusel. 
Und ich mag das sehr, dieser Abwärtsspirale dabei zuzusehen, wie sie sich für Madeline und die Ushers immer weiter dreht. 
 
Wie gesagt, allein für die oben genannten Punkte bekommt das Buch von mir die volle Punktzahl, allerdings gibt es eben auch Dinge, die mich gestört haben. 
 
Das Buch ist ca. 420 Seiten lang und kommt mit stolzen 147 Kapiteln daher.  Die Kapitel sind sehr sehr kurz, zwar ist das gut, weil man schnell voran kommt, aber da in diesen Kapiteln wild zwischen den Zeiten gewechselt wird, ist es manchmal nicht ganz einfach. Vorallem, weil die Erzählstränge mitunter nicht chronologisch sind. 
z.B. ist Madeline in Kapitel 29 zwölf Jahre alt; in Kapitel 30 erst elf. Also heißt es wieder umdenken, und das was man eben erfahren hat, wieder vergessen, weil es ein Kapitel später ja noch nicht passiert ist. 
Das klingt jetzt schlimmer, als es ist und einige werden sagen, dass genau dies den Reiz des Buches ausmacht. Für mich hat es nur den Wahnsinn verbildlicht. :D
 
Im Grunde genommen hätte hier ein Lektor genügt, der diese 420 S. konsequent zusammenstreicht, weil obgleich es gruselig und atmosphärisch ist, passiert recht wenig. 
Ja, es passieren gruselige Dinge, ja es werden Andeutungen gemacht, aber es ist so zerstückelt, dass dem Buch ein Korsett nicht weh getan hätte. So hatte es schon, vor allem im Mittelteil, seine Längen. Die wurden zwar, durch die Atmosphäre, etwas abgeschwächt, aber ich saß schon da und dachte: Komm, jetzt sollte mal was passieren. 
 
Gut zur Geschichte. 
Wir wissen, die Ushers sind verflucht. Die Ushers wissen, die Ushers sind verflucht. Das Haus will die Ushers einfach fertig machen.
Und das macht es dann auch. 
Madeline wächst also in dem Wissen auf, dass sie nicht alt werden wird, dass ihr Leben von Krankheit, Siechtum und einem frühen Tod bestimmt wird. Genau wie das ihrer Vorfahren. 
Ja ich weiß, ist wie mit Kafka auf einem Kindergeburtstag.  
Da hat man nicht viel zu Lachen.
 
Madeline und ihr Zwillingsbruder Roderick erforschen das Haus Usher und stoßen mitunter auf gruseliges Zeug, Geheimgänge, totbringende Burggräben und dergleichen. 
Immer mehr wird klar, dass das Haus Madeline zum Erben erwählt hat und nicht mehr gehen lässt. 
Sie kann nicht mehr weg, wird immer Kränker, fängt eine Liebelei mit ihrem Arzt an (die das Haus misbilligt)
Im Grunde genommen hat Madeline sich mit dieser "verflucht sein" Sache arrangiert, obwohl sie immer wieder versucht dem Haus ein Schnippchen zu schlagen, kommt sie nicht dagegen an. Was diese drückende Atmosphäre natürlich nur noch verstärkt. 
 
Eigentich muss ich zu dem Ende nichts mehr sagen. 
The Fall ist eine Nacherzählung der Kurzgeschichte der Untergang des Hauses Usher. Und ja, der Name ist Program. 
 
Fazit: 
 
Atmosphärisch dichter Grusel der alten Schule. 
Leider etwas zu zerpflückt und ein wenig zu lang. 
 
4/5
Sternen 
 
 
 

Kommentare

  1. Hallo :)
    ich dachte ich hab hier schonmal ein Kommentar geschrieben? Naja, jetzt dann :D
    Das Buch klingt total spannend und nach einem Buch genau für mich! Wenn ich mal wieder mehr Lesezeit haben werde dann werd ich es auf jedenfall auch lesen!

    Liebe Grüße

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