[Rezension] Knight of the White Hart

von Kathryn Marlow
Tirgearr Publ. 
165 S. 
Serie: The Breton Lais #1
3.99€


Inhalt

Guigemar is a Breton knight who fights alongside King Arthur. His excels in all the courtly arts, save one: he has always scorned love.

Returning home, the knight goes hunting with a friend and shoots a white deer. The arrow bounces back to wound him, too. The doe curses him: the wound will never heal until he meets a woman who will love him truly and suffer for that love like no one ever has ever suffered before.

Mad with pain, he stumbles to the shore where a stunning ship sails him away, despite lacking a crew. He tosses and turns in fevered dreams until he awakes to find the most beautiful woman he has ever seen peering in at him.

And there his real troubles begin.

The Middle Ages: when ‘romance’ meant adventure! 
 
Meinung:
 
 Danke an den Verlag und NetGalley, dass sie mir dieses Buch zur Verfügung gestellt haben!

Was habe ich mir von Knight of the White Hart versprochen?

Nun ja, zunächst einmal König Arthus. Ich mag König Arthus. Außerdem Minne, Ritter, Magie, Avalon (hatte ich irgendwie erwartet) und ja eine Liebesgeschichte. Kitsch. Von mir aus auch Kitsch. 

Was ich bekommen habe: Eine Insta-Lovestory die sogar Twilight in den Schatten stellt und eine Menge Gerede. 

Es fängt ganz gut an. 
Wir lernen unseren Helden kennen. Sir Guigemar, ich nenne ihn ab jetzt Gui, weil ich den Namen in 4 von 5 Fällen falsch schreibe. 
Gui ist der perfekte Ritter. Er ist großartig im Turnier, ritterlich, groß, heiß und hab ich schon erwähnt, dass er sehr sehr sehr sehr ritterlich ist. 
Aber Ladys ... behaltet eure Höschen an. Denn Gui ist nicht der Typ für die Liebe. Nein! Er ist zu sehr damit beschäftigt Ruhm und Ehre für sich und seine Familie zu sammeln. Für eine Frau und Liebe hat er keine Zeit. 
Die Autorin wird nicht müde, den Ich-Erzähler das immer und immer und immer wieder erwähnen zu lassen. 

Gui und die Liebe? 
Ein No Go!
 
Gui kehrt nach Jahren an Arthus Hof nach Hause zurück und geht mit seinem besten Freund auf die Jagd. 
Dort läuft ihm das titelgebende weise Reh über den Weg und Gui denkt sich ... juhu und verpasst dem Stück Wildbret erst mal einen Pfeil in die Brust.  
Das Reh wird tödlich verwundet, doch der Pfeil wird zu Gui zurückgeschleudert und verwundet ihn schwer. 
Das sterbende Reh stößt in seinem letzten Moment noch einen Fluch aus (ja, es gibt hier sprechende Tiere) 
Guis Wunde wird nicht heilen, bis, ja bis die Liebe seines Lebens die Wunde behandelt. Und nicht nur das, diese Frau muss selber ein Schicksal haben, dass schlimmer ist, als die schlimmen Schicksale aller Top10 Kandidaten sämtlicher Castingshows. 
Die Liebe von Gui und der Unbekannten muss etwas sein, von dem die Troubadoure singen. 
Was für ein verflucht rachsüchtiges Reh!  
Als hätte es das geplant, ich mein wer läuft den rum und denkt sich so einen Plan innerhalb von Sekundenbruchteilen aus?

Gui ist also am Arsch. 
Meine, das ist Gui! Der Mann der sich nie verliebt! Der Mann der Liebe nicht ausstehen kann!
Ich habe mich gefragt, wie zum Teufel er aus der Nummer wieder rauskommt.
Die Antwort war ... sogar für einen romantischen Liebesroman enttäuschend. 

Gui wandert durch den Wald und findet am Strand ein Schiff. 
Gui klettert auf das Schiff. 
Das Schiff legt ab und obwohl es keine Manschafft hat und Gui im Delirium liegt segelt er über den Ozean und landet ... bei der Frau die sein Herz erobern wird. 

Gui öffnet die Augen und BÄM da ist sie. 
BÄM sofort Insta-Love. 
BÄM. 

Lady Eleanor. 
Sie ist wunderhübsch. Sie ist klug. Sie ist belesen und gebildet und hab ich erwähnt, dass sie wunderschön ist? Nein? Sie ist wunderschön!

Gui liebt sie. 
Er liebt sie vom Fleck weg. Und das obwohl er sie nur ein paar Mal gesehen und gesprochen hat. Und obwohl er die meiste Zeit im Koma gelegen hat. 
Aber es gibt ja noch ein Problem. 
Die Frau muss ja leiden, und die Liebessache mit den Troubadouren!

Kein Problem. 
Lady Eleanor ist nämlich die Gefangene eines bösen Zauberers!
Der kam als heißer, junger Kerl in ihr Land und hat ihr den Hof gemacht und ihr zur Ehe nicht nur die Zukunft, sondern auch noch eine Bibliothek versprochen. 
(Wir wissen ja, girls like libraries...) 
Also hat Eleanor zugestimmt und ist dem Prinzen in sein Königreich gefolgt, aber da ... boom hat sich der hübsche Kerl in einen fiesen, gemeinen Zauberer verwandelt, der sie seither in seinem Schloss festhält. 
Doch sorget nicht, er hat sie nicht zur Ehe gezwungen, denn er ist zu alt für Sex!
Der Typ, der sich in einen heißen jungen Prinzen verwandeln kann, ist zu alt um die Prinzessin zu pimpern ... okay. Nützlicher Plottteil ist Nützlich. 
 
Es ist eine Romanze. Purer Kitsch. Trotzdem geht mir das mit dem verlieben gar zu schnell. Weil selbst dann, wird die Autorin nicht müde, zu erwähnen, dass Gui eigentlich nichts von der Liebe hält. Und das alles was oben erwähnt wurde, sind die ersten 40% des Buches.
Es tut mir wirklich leid dem Buch nur 2 Sterne zu geben, aber neben dem ganzen Plot, der mich nicht überzeugen konnte, hat das Buch noch eine weitere große Schwäche. 
Die Autorin ignoriert konsequent den Grundsatz: Show dont tell. 
 
Die Figuren reden und reden und reden. 
Und wir erfahren alles über sie, weil sie es uns lang und breit in Dialogen erzählen. 
Die Lebensgeschichte der Prinzessin? 
Seitenweise Infodialoge!
Und das schlimme, es werden sogar jene Dinge, die wir vorher schon erlebt haben. Wie z.B. die Jagd auf das weiße Reh, oder Guis Reise mit dem Schiff. 
Wir wissen zwar das alles schon, aber Gui erzählt es uns und somit auch Eleanor gerne nochmal. 
Es werden einfach so viele langatmige, unnötige Dialoge geführt, es wird philosophiert und fabuliert, manchmal hab ich Seiten nur quer gelesen in der Hoffnung endlich würde etwas passieren. 

Fazit:
Leider konnten mich die Figuren in dieser Geschichte und die Geshichte selbst nicht überzeugen.
 
2/5 Sterne
 

 

Kommentare

  1. Was für eine Rezi! Danke dafür! :D War wirklich toll zu lesen und hat meinen Tag gerettet. Auch wenn ich das Buch sicher nicht lesen werde!

    Liebe Grüße

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    1. Danke schön!

      Das Buch hat mir einen unheimlich langen Tag versüßt. Mein Mann hatte heute ne Magenspiegelung. Das hat ewig gedauert und alle haben mich komisch angeschaut, weil ich die ganze Zeit gekichert und mit den Augen gerollt hab.

      :D

      lg

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