[Rezension] Sea Urchin

von Adelaide Q. Roby
Endeavour Press Publishing
189 S.
3,99€ e-book 
(im Programm von Kindle Unlimited)
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Inhalt: 

It is the turn of the eighteenth century.
A boat is wrecked on the Cornish shore, and an orphaned baby is rescued by local fisherman, John Prother.
The Prother’s have lost their own sons to the stormy sea, and only have one daughter - Prue - still surviving.
So they decided to adopt the orphan, and name him James. But with her parents unable to love the foundling, Prue becomes his main carer.
As James grows up he weaves fantasies of his own heritage, convinced that he is destined for something greater than the poor, provincial Cornish village he has been raised.
When Prue reaches adolescence she is sent to work at Shawcross Hall, and James is left to fend for himself.
Prue becomes ladies maid to Arabella Lamprey, the young mistress of the hall, and the minute James is introduced to her, he becomes captivated by her.
He vows to make his fortune… by any means possible.
James rises to influence and moves to London’s Grosvenor Square, having taken London by storm in the days of the Regency.
Arabella falls madly in love with him, but she is a girl as self-willed and as fearless as himself.
But James is consumed by arrogance and bitterness.
And his fragile position in society threatens to be destroyed by the rumours concerning his parentage.
As James becomes ever more grasping, will he destroy everything he ever cared about?
Will Arabella prove too strong willed even for him?
Or will this Sea Urchin learn to find peace?

Meinung:
Es gibt viele Sub-Genres oder Vorlieben, die ich als Leserin nie verstehen werde. Jane Austen zum Beispiel. Viele meiner Freundinnen bekommen schon Schnappatmung, wenn sie nur den Namen Mr. Darcy hören. Ich kann mit Jane Austen Romanen ungefähr so viel anfangen, wie mit einem Helium-Ionen-Mikroskop. Genaus so verhält es sich auch mit dem Sub-Genre Regency Romance. 
Aber man soll ja niemals nie sagen. 
Beim Herumstöbern bin ich an "Sea Urchin" hängen geblieben und der Plot hat mich irgendwie an Sturmhöhe erinnert. Also hab ich es mir geholt und gelesen und ja, ich glaube Fans von Sturmhöhe (so wie ich) können in diesem Buch doch sehr viel Schönes entdecken. Viele kleine Paralelen und Begebenheiten und auch die Landschaft ist ähnlich trostlos und düster. 
Allerdings gibt es auch ein paar Kritikpunkte meinerseits, die das Buch dann doch eher in Richtung Mittelmaß rücken. 
Prue Prother ist Tochter eines Fischers. Eines Nachts zerschällt ein Schiff auf den Klippen vor ihrem Heimatdorf und ihr Vater bringt einen Säugling in einer wunderschön gestalteten Krippe mit nach Hause. Niemand meldet sich, um das Kind abzuholen, gegen den Willen der Mutter behält die Familie den Jungen, tauft ihn James und zieht ihn groß. Aber James ist nicht der nette, englische Fischersjunge von Nebenan. Er ist ein heißblütiger Spanier, der glaubt das Schiffunglück hätte ihn um sein Erbe gebracht und der höher hinaus will, als ein Fischer es sich träumen lassen würde. 
Während James Geschichte wirklich interessant klingt, er seinen Weg geht, Frankreich bereist und sich mit List und Geschick immer höher in die Gesellschaft hineinarbeitet hocken wir bei seiner Schwester. 
Prue. 
Und Prue ist ... simpel, eine graue Maus, ängstlich, zurückhaltend. Sie "weiß wo ihr Platz ist" und hat ständig Angst ihre Anstellung, bei Miss Arabella, zu verlieren. 
Oh Miss Arabella!
Miss Arabella Lamprey, die großartige Miss Arabella Lamprey, die wie ein Teufel reitet, sich nicht einen Pups darum schert, was Leute über sie denken. Die sich Liebhaber nimmt und Skandale am laufenden Band produziert. Miss Alexander Lamprey, die ihr Lebtag auf James niedergeblickt hat und dann seinem Charme verfällt!
Aber was darf man sich als Leser anhören, die Ängste von Prue. Ihre Angst, dass James sich in was verennen könnte. Dass sie ihn ruinieren könnte, wenn herauskäme, dass sie seine Schwester ist. Ihr Furcht, dass Miss Arabella sie entlässt, wenn James es zu weit treibt. 
Das wirklich tragische an dem Buch ist, dass die Autorin meiner Meinung nach einfach die komplett falsche Person zur Erzählerin der Geschichte gemacht hat. Die Figuren von James und Arabella waren so schillernd, aufregend und außergewöhnlich, dass das Mauerblümchen Prue daneben einfach nur langweilig wirkte. Ich ertappte mich dabei zu murmeln: "Ich will was über Lady Arabella lesen". Weil es mich ihre Affären, Eskapaden und Skandale wirklich interessiert hätten. 
Leider musste ich bei Prue ausharren und fing an manche Passagen über ihr Leben einfach quer zu lesen, bis James und Arabella wieder auftauchten. 
Fazit:
Sea Urching war, so als kleines Buch zwischendurch, ganz okay. 
Die Autorin hätte aber so viel mehr aus der Geschichte machen können, wenn sie anstatt Prue einen anderen Protagonisten gewählt hätte. 
So erfahren wir die wirklich interessanten und spannenden Dinge nur sporadisch aus zweiter Hand. 
Sehr sehr schade, denn Arabella und James waren wirklich großartige Kontrahenten, dagegen konnte die schüchterne Prue nur verlieren.
3/5 Sternen    

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