[Abbruchbericht] Janusmond

von Mia Winter
LYX-Verlag
385 S. 
ISBN:  9783802597909
14.95 (Paperback)

Inhalt:

Es wird Sie verändern! Wenn ich zu Ende erzählt habe, wird in Ihrer Welt nichts mehr so sein, wie es war. Etwas in Ihnen wird sich öffnen und Sie bereichern, aber etwas anderes wird für immer zerbrechen …“ 

Die französische Stadt Louisson leidet unter der Hexenhitze, als der Deutsche Leon Bernberg dort auftaucht, um nach seiner Zwillingsschwester Lune zu suchen. Diese hat vor zehn Jahren hier gelebt - und verschwand damals spurlos. Leon will sie nun offiziell für tot erklären lassen und bittet den Polizisten Christian Mirambeau um Hilfe. Doch durch Leons Erzählungen gerät auch Christian in den Bann der verschwundenen Fremden. Er beginnt Nachforschungen in dem Fall anzustellen – nicht ahnend, dass er damit sein eigenes Glück bereits verspielt hat ...

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Meinung: 

Puh das wird jetzt  nicht einfach.
Ich wollte das Buch lesen, seit ich es auf der Leipziger Buchmesse entdeckt hatte. 

 Die Aufmachung ist toll und auch der Plot klang super spannend. 
Ich mag solche Thriller, die in alten europäischen Städten spielen und Zwillinge und mysteriöse Tode. 
Alle Zeichen standen auf: Hurra!
Aber irgendwie habe ich bei ca. 70% aufgehört zu lesen und habe das Buch final zur Seite gelegt. 

An sich ist die Idee super. 
Ich kann auch nicht sagen, dass die Story keine Spannung mit sich bringt. 
Das Setting ist gut gewählt und hat mir gefallen. 

Mein Problem mit dem Buch lässt sich auf zwei Namen heruntereduzieren: Leon & Christian. 

Fangen wir mit dem kleineren Problem an. 
Leon. 
Leons Zwillingsschwester Lune ist seit Jahren verschwunden. Er reist an ihren letzten Aufenthaltsort um sie für tot erklären zu lassen. 
So weit ... so gut.  
Zuerst dachte ich, Leon könnte eine interessante Figur werden, denn er ist kaputt. 
Er hat Jahre in einer geschlossenen Anstalt verbracht, seine Kindheit war mehr als traumatisch und  er beschließt von jetzt auf gleich seine Tabeletten abzusetzen. 
Ich mag solche Figuren. Figuren mit Ecken und Kannten. Mit schrecklichen Lebensläufen, die zu dummen, waghalsigen und illegalen Schritten getrieben werden. 
Ich saß in Habachtstellung und wartete darauf, dass die Figur mich für sich einnimmt.
Ich warte noch heute. 
 Die Autorin hat aus Leon ein Opfer gemacht (zumindest auf den Seiten die ich gelesen habe) er war der Spielball seiner Schwester, seiner Mutter, seiner Ehefrau, seiner Freunde. 

Ich habe auch nichts gegen solche Charaktere ... nicht per se. 
Aber Leon war ... ich konnte ihn nicht leiden. 
Und das ist schon ein Problem. 
 
Wenn man einen von zwei Protagonisten nicht ausstehen kann, ist das schon eine Crux. 
Wenn man alle beide Protagonisten nicht leiden kann, dann ist das Buch (egal wie gut die Story vielleicht ist) einfach nur noch zum Scheitern verurteilt. 

Denn egal wie sehr ich Leons Art auch nicht mochte, Christian war mir noch viel unsymphatischer. 
Und glaubt mir, ich hätte NIEMALS gedacht, dass ich das einmal schreibe ... aber mein Problem an Christian war: Er wurde von einer Frau erschaffen ... und man merkt es. 

Ich finde dieses Argument normalerweise unendlich schwach, aber hier ist es mir einfach so ins Auge gesprungen. 
Ich glaube auf den ersten 100 Seiten redet Christian mit seiner Frau mehr über seine Gefühle, als mein Mann mit mir in 10 Jahren. :D
Er ist so nett und so lieb und so weiß nicht ... so ... perfekt und gut. 
Und ich konnte das einfach nicht ausstehen. Keine Ahnung ... es ist schwer mit dem Finger drauf zu zeigen, was genau es war. Aber Christian ging nicht an mich.
Brrrr ...
 
 Die Geschichte war eigentlich gut, auch wenn ich es merkwürdig fand, dass absolut jeder Zeuge sich auch noch nach 10 Jahren (!) Wort für Wort an Gespräche erinnern konnte, die er an irgendeinem Abend in irgendeiner Bar geführt hat. Aber gut. 

Fazit: 

Ein sicherlich gutes Buch, mit einem spannenden Plot, allerdings mit Figuren die ich nicht ausstehen konnte. Ich finde das sehr schade, denn ich hatte mich so auf das Buch gefreut. 

Abgebrochen, deshalb keine Wertung.  

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