[Rezension] Girl on the Train

von Paula Hawkins
Blanvalet Verlag
448 S 
ISBN: 9783764505226
12.99€ Print
9.99€ E-book
 
Inhalt: 
 
Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.

Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse ...
 
Get it:
 
 
Meinung: 
 
Dieses Buch hat meine TL terrorisiert. 
Es war überall. Jeder hat es gelesen. 
Normalerweise meide ich gehypte Bestseller, aber diesmal hab ich mich in den Hype gestürzt und das Buch gelesen. 
 
Ja, was gibt es zu Girl on the Train zu sagen?
Zunächst einmal ... es ist ein gutes Buch, ich kann trotzdem nicht begreifen, warum ausgerechnet dieser Thriller so gehypt wurde. Aber Hyptes sind, für mich, eh immer ein Mysterium. 
 
Zu Rachel: Sie ist kein "Girl" mehr. Sie ist Mitte dreißig, pummelig, lässt sich gehen. Ist nach der Trennung von ihrem Mann ein Wrack und Alkoholikerin. 
Ihre Sucht ist das zentrale Element. Sie drinkt, lässt sich gehen. Kotzt ihrer Mitbewohnerin in die Wohnung und hat Blackouts. 
Harter Tobak, verdammt gut dargestellt. 
Allgmein hatte dieses Buch für mich eine Portion erschreckende Realität. 
Es ist ein Buch voller kranker, gestörter Menschen und im Grunde hab ich keinen davon gemocht. 
 
Weder Rachel, die sich über weite Strecken immer wieder selbst erniedrigt. Die ihre Rituale verfolgt und an ihrem Leben zerbricht. 
Oder Anna. Die Frau, die ihr den Mann gestohlen hat, und einfach so grässlich selbstgefällig und unterwürfig ist. 
Oder Megan. Die Verschwundene. Die mit den dunklen Geheimnissen. Die Schlampe. 
Nein. Wirkliche Sympathieträger sind sie nicht. 
Auf Anna hatte ich sogar richtigen Hasse entwickelt. 
 
Die Story ist gut. Spannend. 
Ich hab mich schon gefragt, was zum Teufel jetzt mit Megan passiet ist. Im Grunde hätte es jede der Personen sein können. Sogar Rachel selbst.
Man ist gefesselt, wirklich bis zur letzten Seite. 
 
 
Fazit:
 
Ein gutes Buch. 
Allerdings mit schwierigen Protagonist, die ich nicht mochte, und die mir einiges abgefordet haben. 
 
5/5 Sternen 
 
 

Kommentare

  1. Hallo Nadine,

    über den Blog von Mendea bin ich auf deinen gekommen, habe gestöbert und
    bin an dieser Rezension hängengeblieben. Lebt diese Story durch seine Figuren ?
    Machen diese das gute Buch aus ?

    Sonnige Grüße und ein lesereiches Wochenende wünsche ich dir,
    Hibi

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    Antworten
    1. Hallo Hibi!

      Danke für deinen Kommentar und fürs folgen!

      Für mich sind Charaktere IMMER das wichtigste an einem Buch. Immer. Ohne Ausnahme. Bei Girl on the train war der Reiz für mich, dass die Figuren einfach keine Helden sind.
      Sie sind kaputt, durch und durch verkorkst und krank. Jede auf ihre ganz eigene Art. Das macht sie eckig, unbequem und ich mag das lieber, als strahlende Helden und Supermänner, die alles wegstecken.

      Ich lese viele Bücher, die ich als Fiktion bezeichnen würde.
      Historsche Romane in denen ein fiktives Szenario heraufbeschworen wird, dass sich so nicht wieder abspielen kann.

      Was mich bei Girl on the Train gereizt und was das Buch so gut macht, ist dieses Reale. Es könnte jedem passieren. Mir, meinem Nachbarn, dir. Jedem einzelnen von uns. Wie schnell kann ein Leben kaputtgehen, weil uns ein geliebter Mensch verlässt, man fällt in ein Loch und kommt nicht mehr raus.

      Das hat es für mich so schrecklich real und gut gemacht.

      lg
      Nadine

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