[Rezension] Schicksalstanz - Die Töchter der Elfe 1

Von Nicole Boyle Rodtnes
Gulliver Verlag
Serie: Töchter der Elfe #1
282 S. 
ISBN: 978-3407745958
13.99€ E-Book
14.99€ Hardcover
 
Inhalt: 
 
Das Schicksal ist unerbittlich und unaufhaltsam ... Mit ihren magischen Tänzen ziehen die Schwestern Rose, Azalea und Birke alle in den Bann. Die Mädchen wirken wie normale Teenager, aber in Wahrheit sind sie Elfen wie ihre verstorbene Mutter und brauchen die Energie der Menschen, um überleben zu können. Ein Geheimnis, das ihr Vater um jeden Preis zu schützen versucht. Als der attraktive Malte neu in die Schule kommt, gerät das abgeschottete Leben der Mädchen durcheinander. Birke verliebt sich haltlos in ihn, aber eine Beziehung zwischen ihnen beiden darf nicht sein. Während Malte beginnt, verbotene Fragen zu stellen, weil Birke ihn abweist, wird eine tote Elfe im Wald gefunden – und das Unheil nimmt seinen Lauf ...
 
get it: 
 

Meinung: 

Ich wollte mal wieder Fantasy lesen.
Und da bin ich bei diesem Buch hängengeblieben. Ich mag das Cover, ehrlich und Elfen ... das klang mal nach etwas anderem. 
Jetzt da ich es gelesen habe muss ich leider Folgendes sagen: Schicksalstanz war eine der Enttäuschungen dieses Jahres!
 
 Es fängt damit an, dass ich allein schon auf Seite eins: Hä? gesagt hab. 
 Dänische Elfen haben ein Loch im Rücken, durch das man durchschauen kann - ja, das ist wörtlich gemeint. Das wird auf Seite eins schon erwähnt, aber ich musste den Satz ich glaub fünf Mal lesen, bis ich kapiert hab, was die Autorin meint. Diese Mädchen Birke, Azalea und Rose haben also ein Loch im Buckel, durch das man einfach durchschauen kann. 
Außerdem müssen sie tanzen, um ihre Energie aufzuladen und sie haben einen Elfenblick der Männern den Verstand raubt.
Soweit, so gut.

Leider macht die Story vorne wie hinten wenig Sinn. 
Zumindest nicht für mich. 
Diese Mädchen machen einmal im Monat also eine Tanzshow, vor mindestens 250 Leuten. Die sozusagen süchtig nach ihrem Tanz sind. Am Sportunterricht müssen sie nicht teilnehmen, weil ihr Vater irgendwelche kruden Gründe angibt und die Schule ist total okay damit. Ich mein ... ernsthaft? 
Er weiß, dass seine Töchter gefährlich Gaben haben könnten, aber erzählt ihnen nix davon, weil er denkt, dass wenn er ihnen nix davon sagt, schon nix passieren wird. 
Hä?
Als wären ihre Gaben abhängig davon, was sie wissen!

Außerdem scheint die Autorin andauernd zu vergessen, dass in ihrem Buch tiefster Winter ist!
Entweder das, oder Dänen sind verdammt hart im Nehmen. 
Sie fahren auf vereisten Straßen Fahrrad, sie rennen nass und nur mit einem Badeanzug bekleidet durch die halbe Stadt und durch den Wald, während das Wasser auf ihrer Haut gefriert. 
Sie latschen nur mit Holzschuhen durch Schneewehen und klettern im dunkeln in einer Winternacht auf einen Kletterturm. 
WTF!?

Davon abgesehen ist die Story einfach ... ich mein was für eine Story?
Die Mädchen wissen, sie sind Elfen. 
Birke verknallt sich in Malte. 
Dinge passieren, aber obwohl schlimme Dinge passieren, wie: 
- Leichen werden gefunden
- Menschen spucken Blut
- Menschen werden ohnmächtig
- Menschen werden fast vergewaltigt
- Menschen werden sowas von fast vergewaltigt

macht die Autorin zwei Seiten später einen Wheely und kehrt zu der lahmen Malte-Birke-Herzschmerz-Lovestory zurück. 
Ich meine ...bitte!
Meine Schwester liegt sterbend zu Hause ... ach egal ... ich mach jetzt trotzdem einen inneren Monolog über Malte
Meine Schwester ist mitten in der Nacht verschwunden ... ach egal ... da ist ja Malte
(Malte taucht immer und überall auf.)

Das die Mädchen Elfen sind kommt nur alle 20 Seiten mal zur Sprache. Birke und ihre Schwestern könnten genausogut Vampire sein, oder Werwölfe oder Hunde! An der Story würde es nichts ändern. 

Spätestens als der Vater eine Leiche ... einfach mal so ... auf dem familieneigenen Friedhof verscharrt, hat es bei mir ausgesetzt. 
Ja, es ist ein Buch für Jugendliche, trotzdem hätte ich gern einen anstädigen Plot gehabt! 

Einen ordentlichen Schluss hat das Buch auch nicht. 
Zwar werden am Ende Dinge "aufgedeckt", aber es gab keinen Endkampf oder so. 
Also müssen Leser jetzt bis nächstes Jahr warten um zu erfahren, wie es weitergeht. 
Wobei ich verdammt nochmal nicht weiß, WAS da kommen soll, weil ich, wenn ich ganz ehrlich bin, nicht weiß, was die Story sein soll. 

Ich mein: 
- Es gibt keinen Feind der bekämpft werden soll
- Es gibt keine echten Probleme
- Die Lösung wurde den Mädchen am Ende des Buches präsentiert. 

Was in den 2 Folgebänden passieren soll, also was die eigentliche Story ist ... ich kann es euch nicht sagen. Ich kann mir nur vorstellen, dass es weitere 400 Seiten Malte/Birke Lovestory werden. Und die war mir, selbst für ein Jugendbuch, zu lahm. 

Fazit: 

Schicksalstanz ist ein Buch, das mich schwer enttäuscht hat. 
Gut, vielleicht bin ich nicht die "Top-Zielgruppe", aber selbst ich darf doch wohl zumindest eine anständige Lovestory erwarten, von einem anständigen Fantasyplot einmal ganz zu schweigen. 

2/5 Sternen

Kommentare

  1. Schade :(
    Scheinbar sind alle modernen Elfengeschichten im YA Bereich mehr Liebesgeschichten und Kitsch und auf die Elfen oder Feen (mich nervt ja auch das sie irgendwie zusammen in einen Topf geweorfen werden und als die gleichen Wesen ausgegeben werden) wird nicht wirklich eingegangen! Und es scheint auch echt einige Logikfehler zu geben.

    Liebe Grüße

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  2. Hallo,

    wie schade, dass dir das Buch nicht so gut gefallen hat. Ich fands ganz ok und hoffe, dass der nachfolgende Band besser wird :-)

    Liebe Grüße
    Vanessa
    vanessasbuecherregal.blogspot.de

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