[Rezension] Noble Secrets - Verführung

von Josephine Winter
Bastei-Lübbe
131 S. 
0.00€

Inhalt: 

Ehre und Eitelkeiten in einer Zeit des Umbruchs...

Berlin 1924. Fürstin Gloria von Ilmen und Thal drängt auf eine Hochzeit. Ihr Sohn Wilhelm soll sich mit Komtess Leonie von Lonstill vermählen und den lang ersehnten Erben zeugen.

Die Pläne der Fürstin geraten ins Wanken, als Wilhelms Jugendliebe ihn aufsucht. Prinzessin Valentina von Brunnsbergen hatte vor Jahren der Welt des Adels den Rücken gekehrt. Vollkommen überraschend schlägt sie dem Fürst einen unkonventionellen Pakt vor.

Wilhelm muss eine Entscheidung treffen, für sich und die Zukunft seines Adelsgeschlechts. Doch dann erschüttert ein Mord das Fürstenhaus...

Der Auftakt der großen Zwanzigerjahre-Trilogie um Liebe, Verführung und Verra
Get it: 

Meinung: 
Der Verlag führt das Buch unter dem Titel nicht mehr. Hat wohl nicht gezündet, jetzt heißt es Nobel-Secrets und hat ein total tolles Great Gadsby Cover und ja, das war ein Grund, warum ich mir das Buch geholt habe. 
Die goldenen Zwanziger. Adel. Intrigen. 
Das perfekte Buch, wenn man gerade beim Friseur sitzt und wartet.  
Mein Anspruch an das Buch war eher gering. Ich habe nichts großartiges erwartet, es Noble Secrets war ein Buch für zwischendurch, dass mich in die Welt des deutschen Adels im Berlin nach dem ersten Weltkrieg entführt. Die Herrschaften sind verschnupft, dass es kein Kaiserreich mehr gibt, dass ihre Privilegien dahin sind und sie für ihren Unterhalt auch mal arbeiten müssen. 
Fürst Wilhelm hat auch noch andere Probleme, er ist über dreißig und immer noch Junggeselle. Wenn es nach seiner Mutter Gloria geht, soll er lieber heute als morgen unter die Haube und Nachkommen und Erben produzieren. Nur die passende Frau will sich nicht einstellen. 

Wie gesagt, Noble Secrets war ein nettes, seichtes Buch, für Zwischendurch, das ich in einem Rutsch durchgelesen habe. 
Allerdings muss ich vor zwei Dingen warnen. 

1. Es ist Teil eins von drei. Die Handlung hört einfach auf und nichts ist geklärt, mann muss also weiterlesen. 
2. Es gibt eine Menge sehr explizieter Sexszenen, was jetzt auf Anhieb nicht zu erkennen war. Skoobe führt die Bücher bei den historischen Romanen. Ich hab - bei Gott - nichts gegen Sexszenen. Gerne auch expliziet. Lang. Ausflührlich. Bildhaft. Null Problemo. 
ABER 
Und ja ich schreibe dieses aber mal wieder groß, es sollten gute Sexszenen sein. Die Sexszenen in Noble Secrets waren eher die Kategorie Fremdscham. Ich - für meinen Teil - halte es einfach für extrem schlechten Stil, wenn Worte wie "Lustgrotte" in einem Text auftauchen. Da breche ich immer in hysterisches Gelächter aus. Dieses blumige, bildhafte Beschreiben ist einfach nicht meins und es gibt eine Menge "Lustgrotten" "enge Lusthöhlen" "Perlen" in diesem Buch.
Thats just not my kind of ... Porn

Was ich richtig eklig fand, war als Wil bei der kleinen Komtess zuerst die "Hintertür" benutzt hat und dann fast natlos zur "Lustgrotte" gewechselt ist. EEEEEEEEEEEEEEW
Da hätte ich fast meinen Cappuchino gegen den Friseurspiegel gespuckt.
 Fazit: 

Auf seine Art ist Noble Secrets ein nettes kurzweiliges Buch, das man bequem in einer Stunde gelesen hat. 
Allerdings hat es mich genervt, dass es mittendrin aufhört und die Sexszenen waren einfach nicht mein Fall. 

3/5 Sternen

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