[Rezension] Casino Royal

von Ian Fleming
Cross Cult Verlag
240 S.
ISBN: 978-3864250705
James Bond #1
11.80€ broschur
 
Get it: 
 
Inhalt: 
 
"Der britische Geheimagent wird nach Frankreich geschickt, um einen feindlichen Agenten beim Kartenspiel zu ruinieren … Geheimdienstchef M schickt Bond auf eine Mission, um einen russischen Agenten namens „Le Chiffre“ auszuschalten. Er soll ihn am Baccarat-Tisch ruinieren und so seine sowjetischen Auftraggeber zwingen, ihn in den „Ruhestand“ zu schicken. Zunächst scheint es so, als ob das Glück Bond hold ist – Le Chiffre hat eine Pechsträhne. Doch manche Leute weigern sich einfach, nach den Regeln zu spielen, und die Anziehungskraft, die eine schöne Agentin auf Bond ausübt, führt ihn zuerst ins Unglück und dann zu einem unerwarteten Retter … 

Meinung: 

Jeder kennt James Bond. 
Ich hab so ziemlich jeden James Bond Film gesehen und als ich in Schottland war, hat mir mein Reiseführer erzählt, dass jede Großmutter in Edinburgh schwört, dass Sean Connery (der einzig wahre Bond) ihnen als Junge die Milch vorbeigebracht hat. Ja, Sean Connery war mal Milchmann ... 
Ich habe sogar die Mini-Serie Fleming- The Man who would be Bond geschaut. 

James Bond ist also schon lange Zeit Teil meines Lebens. Letzten Sonntag hab ich aus lauter Langeweile ein Quantum Trost geschaut .. mit Verlaub einer der schlechtesten Bonds aller Zeiten. Und während ich so dasaß und Daniel Craig beim rumballern zugeschaut hab, ist mir durch den Kopf geschossen: Fuck Nadine ... du hast noch nie einen Bond gelesen. 

Ach du meine Güte. 
Ich also rann an mein IPad und mal geschaut, ob Skoobe die Bücher von Ian Fleming hat. Japp. Und dann gleich mal angefangen Casino Royal zu lesen. 
Jetzt, da ich fertig bin kann ich sagen: Ich kann verstehen, warum Bond Kult ist. Ich stelle mir die ganze Zeit vor, wie so ein Buch auf die Menschen 1953 gewirkt haben muss und deshalb verstehe ich, warum Bond heute das ist, was er ist. 
 
Eigentlich ist das Buch der feuchte Traum eines jeden Jungen. 
Es ist eine Welt in der nur das Beste gut genug und der Himmel die einzige Grenze ist. 
Es gibt einfach alles. 
Die schnellsten  Autos, das beste Essen, die höchsten Einsätze im Casino, die schönsten Frauen in den knappsten Kleidern und jede Menge Action, Verfolgungsjagden, Kommunisten zum killen und Schnaps. 
 
Ist das Buch sexistisch?
Natürlich ist es das. 
Noch heute degradieren Bondfilme Frauen zu heißen Sexobjekten, oder kann mir irgendwer sagen, für was Gemma Artenton in ein Quantum Trost war?
Aber seis drum. 
Wenn Bond, während einer haarsträubenden Verfolgungsjagd, noch darüber sinnieren kann, warum dass Frauen gefälligst bei ihren Töpfen und Pfannen und bei ihrem Klatsch und Tratsch bleiben sollten, anstatt sich in wichtige Männerarbeit einzumischen, kann ich nur müde lächeln. 
 
Fazit: 

Was soll ich groß schreiben?
Ich wollte Bond ... ich hab Bond bekommen. 
Les ich noch einen Bond? Muss nicht sein. 
Obwohl der Inhalt des Buchs mit dem Inhalt des Films nur am Rande übereinstimmt, war es unterm Strich doch das Selbe. 
 
Großes Lob geht übrigens an den Cross Cult Verlag. 
Nicht nur für die wunderschönen Cover, in die ich mich am liebsten einwickeln würde, sondern auch dafür, dass es die ungekürzte Version des Stoffs endlich auf Deutsch gibt. 
 
4/5 Sternen
 

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