[Rezension] River of Ink

von Paul M.M. Cooper
Bloomsbury Publ. 
320 S.
ISBN: 9781408862186
14.03€ gebunden
 
Inhalt: 
 
In thirteenth-century Sri Lanka, Asanka, poet to the king, lives a life of luxury, enjoying courtly life and a sweet, furtive love affair with a palace servant, a village girl he is teaching to write. But when Magha, a prince from the mainland, usurps the throne, Asanka's role as court poet dramatically alters. Magha is a cruel and calculating king--and yet, a lover of poetry--and he commissions Asanka to translate a holy Sanskrit epic into the Tamil language spoken by his recently acquired subjects. The poem will be an olive branch--a symbol of unity between the two cultures.

But in different languages, in different contexts, meaning can become slippery. First inadvertently, then deliberately and dangerously, Asanka's version of the epic, centered on the killing of an unjust ruler, inspires and arouses the oppressed people of the land. Asanka must juggle the capricious demands of a king with the growing demands of his own political consciousness--and his heart--if he wishes to survive and imagine a future with the woman he loves.
 
 
get it: 
 

Meinung: 

Als ich mit bei Netgalley um eine ARC dieses Buches bewarb wusste ich nichts über den Inhalt, denn unter dem Cover stand nur ein Satz:  
 
The King taught his people fear, but a poet taught them hope.
 
Ich dachte, es wäre ein Fantasy-Titel und hab mich beworben, als sich dann herausstellte, dass es ein historischer Roman ist, der im Sri-Lanka des 13. Jahrhunderts spielt, war ich sehr skeptisch.
Letzte Woche stellte ich das Buch hier auf dem Blog bei gemeinsam lesen vor und viele sagten: "Oh ein tolles Cover, aber ich mag keine historischen Romane." 
Recht und billig, allerdings würde ich River of Ink nur bedingt als "historischen Roman" bezeichnen. Ja, es spielt in einem fernen Land in einer anderen Zeit, aber es ist eher ein Märchen, eine Parabel, ein Gleichnis. Theoretisch könnte genau diese Geschichte auch im 16. Jahrhundert spielen, in der Antike, heute oder in zweihundert Jahren.

Um was geht es?
Asankas Heimat wird von einem Kriegerprinzen belagert, der alte König ergibt sich und geht den Weg allen Irdischen. Magha, der Ursupator, lässt Asanka zu sich kommen und trägt ihm auf, seine Lieblingsgeschichte das Shishupala Vadha (Tod Shishupals), von Sanskrit in die Sprache der einfachen Bürger zu übertragen. Denn Magha ist überzeugt davon, dass die Menschen ihn danach lieben werden, weil er ihnen eine großatrige Geschichte zum Geschenk gemacht hat.

Asanka macht sich daran, doch mit der Übersetzung ist das so eine Sache. Denn manches kann bei der Übersetzung verloren gehen und anderes ... anderes findet auch, zuerst ganz unbewusst, seinen Weg in den Text. Asanka macht aus Shishupal, dem Antagonisten der Geschichte, ein Ebenbild Maghas und die Menschen, die die einzelnen Teile der Geschichte hören, schöpfen Hoffnung. Widerstand regt sich gegen den ungeliebten Herrscher und Asanka avanciert - ohne dass er es bewusst wollte - zum Hoffnungsträger eines ganzen Volkes. 

Doch Asanka ist kein Held, ständig fürchtet er Entdeckung, Folter und Tod. Das macht ihn zu einem sehr lebendingen Protagonisten, auch wenn ich ihn - wegen gewisser Wesensarten - nicht wirklich gut leiden konnte. Was noch dazu kommt, ist das Asanka in regelmäßigen Abständen Post erhält. Die Geschichte des Shishupal Varda erzählt von den Protagonisten selbst. Asanka nennt dieses Werk "The mad poets dead voices" und versucht herauszufiinden, wer der Autor dieses Textes ist. Doch das Ende der Geschichte naht, und Magha ist kurz davor herauszufinden, dass Asanka ihn zum Narren hält.

Paul M.M.Cooper ist ein großartiger Erzähler. Das Land, die Kultur, die Bräuche und Rituale und vorallem die Poesie, werden lebendig. Das zentrale Thema war für mich, als Asankas große Liebe sagt: "Poetry doesn´t change anything" und Asanka ihr einfach das Gegenteil beweist. Poesie, Geschichten, Worte können einfach alles verändern. 

Kritik?
Ja, eine winzige. Der Autor hatte kurz vor Ende den perfekten Moment und ich dachte wirklich er würde alles in einem großen Knall, einem gigantischen Feuerwerk enden lassen und es wäre verdammt grandios gewesen. Leider entscheidet er sich am Schluss für einen gewaltigen Zeitsprung und ja ... mir hat der Schluss einfach nicht das gegeben, was ich erhofft hatte. 

Fazit: 

River of Ink ist - trotz der Schlussache - eins meiner Highlights dieses Jahr. 
Schaut es euch an, auch wenn ihr keine historischen Romane mögt, denn die Botschaft dahinter ist zeitlos 

5/5 Sternen

Kommentare

  1. Hallo :D
    ok, das Buch muss ich lesen! Es kommt ja erst im Januar dann weiß ich was ich von meinen Weihnachtsgutscheinen kaufen werde :D

    Liebe Grüße

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    1. Hihihi ...

      ich reib mir mal wieder diebisch grinsend die Hände, weil ich dich schon wieder verführt habe bald Bücher zu kaufen ...

      hihihi

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