[Rezension] The Family

von Marissa Kennerson
Full Fantom Five Publ.
296 S. 
ISBN: 9781633700178
11,50€ Taschenbuch
4,95€ Ebook
Inhalt: 
Just like any average seventeen-year-old, Twig loves her family. 
She has a caring mother and a controlling father. Her brothers and sisters are committed to her family's prosperity... All one hundred eighty-three of them. 
Twig lives in the Family, a collective society located in the rainforest of Costa Rica. Family members coexist with values of complete openness and honesty, and they share a fear of contagious infection in the outside world. Adam-their Father, prophet, and savior-announces that Twig will be his new bride, and she is overjoyed and honored. But when an injury forces her to leave the Family compound, Twig finds that the world outside is not as toxic as she was made to believe. And then she meets Leo, an American boy with a killer smile, and begins to question everything about her life within the Family and the cult to which she belongs. But when it comes to Family, you don't get a choice

Get it: 

Meinung:  

Ich hatte eine Leseflaute. 
 Nicht schön, aber es kommt vor. 
Keins meiner Lieblingsgenres konnte mich so richtig packen und dann habe ich auf Skoobe dieses Buch gesehen und wusste sofort, dass ich das lesen will. 

Bücher über Sekten kitzeln in mir immer so einen "heiligen Zorn" wach (was für eine Formulierung) ich bekomm dann immer den Drang die Leute mit Kant zu bewerfen und anzuschreien, endlich ihre Augen auf und ihr Hirn anzumachen. 

The Family war eins von den Büchern, die mein volles Emotionsspektrum aktiviert haben. 

Worum geht es?
Es geht um Twig, die in einer Sektenkolonie irgendwo im Dschungel von Costa Rica aufwächst. Die Enklave wird geführt von Adam. Dem Retter und Erlöser, der die "Familie" davor bewahrt in der verseuchten und korrupten Realität außerhalb der Anlage draufzugehen. 
Adam herrscht mit eiserner Hand und drakonischen Strafen über die Gruppe und Adam war die erste Figur seit langem, die ich richtig hassen konnte. Keine andere Emotion. Kein "Er ist super böse, aber irgendwie auch super cool" (Kilgrave ich schau da dich an) nein, der Kerl ist ein ekliges, stalkendes, machtgeiles Pädo-Arschloch.

Adam:



Am Abend ihres 17. Geburtstags teilt er Twig mit, dass sie seine neue Frau wird, weil seine jetzige Frau einfach zu alt für weitere Kinder ist. Feinfühligkeit steht eben nicht auf dem Lehrplan der "Sektenführer 2.0" Universität. 

Twig ist hin und her gerissen. 
Natürlich ist es eine große Ehre den "Vater" zu heiraten. Auf der anderen Seite ist der Kerl mehr als doppelt so alt wie sie und uuuuurgh. 

Es kommt wie es kommen muss, Twig sucht sich Fluchten und hat dabei einen Unfall und wacht ... in einem Krankenhaus in der "verseuchten" Außenwelt auf. Dort bekommt sie erstmal einen Realitätscheck und trifft (natürlich) auch auf einen Jungen, der ihr sehr viel besser gefällt, als Pädo-Onkel-Adam. 

Ab da beginnt Twigs Rebellion, denn seien wir ehrlich: Wer will schon ewig in einer Enklave im Dschungel hausen und den ganzen Tag nur Ranunkeln ernten, wenn man jung und frei und wild sein kann? Richtig! Niemand, verdammt! Und Twig schlägt einen gefährlich weg zur Selbsterkenntnis ein. 
YEAH

Ich habe, wie gesagt, beim lesen dieses Buches starke Emotionen durchlebt und es war wunderbar eine Figur mal wieder, um ihrer selbst willen, hassen zu können. Trotzdem kann ich dem Buch keine volle Punktzahl geben.

Das Buch ist einfach sehr ... amerikanisch. 
Komisches Wort, ich weiß, aber irgendwie ist es ein bisschen zu weichgespült für mich. Zumindest an manschen Stellen. Die Autorin macht es der Prota unheimlich leicht, sich zu entwickeln, so geht irgendwie ein Teil von Twigs innerem Kampf verloren. 

Kaum hat Twig entdeckt, dass es außerhalb der Enklave doch nicht so gefährlich ist, wird sie von ihrer Mutter mit in den Wald genommen. Dort wohnt - einfach so, ganz für sich - Gran. Gran ist unheimlich reich und stellt Twig gleich mal ein komplettes Atelier samt Ausrüstung zur Verfügung. Und nicht nur das, sie hat auch einen riesen Kleiderschrank voller Designer-Vintage-Klamotten ... damit Twig auf ihren Dates super aussieht. 
Das mit Gran wird zwar am Ende aufgeklärt (suprise suprise ... nope) aber der Plot hat so ein paar Teile wo ich mich frage, was das eigentlich soll.  
  
Bei manchen Plotteilen wusste ich nicht, warum zum Teufel sie überhaupt in dem Buch sind. Z.B. die Sache mit Twigs schwulen Freund. Der arme Jung ist der einzige Gay in der Enklave und Twig muss dann mit ihrem Love-Interest Gespräche darüber führen, ob es okay ist gay zu sein und wie man das so außerhalb regelt.  Das kam für mich irgendwie so rüber, als wollte die Autorin extra aufzeigen wie liberal und fortschritlich die U.S.A. doch nicht sind und auch dass Leo - das Loveinterest - erst extra fragt ob es okay okay ist, dass er vorhat Twig zu küssen. Wie gesagt ... mir etwas zu amerikanisch. 

Fazit: 

The Family war ein gutes Buch, über ein schwieriges Thema, dem ich trotzdem nicht die volle Punktzahl geben kann. 

4/5 Sternen









 

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