[Rezension] Broken - der Moment, in dem du fällst


Titel: Broken - der Moment in dem du fällst
Autor: Tabitha Suzuma
Verlag: Oetinger
Originaltitel: Hurt
384 Seiten
ISBN: 9783789147548
Preis: 
17.99€ gebunden
13.99€ Ebook

 Challenge: /
Skoobe: /
Add it: Goodreads 



Inhalt: 


Mathéos große Liebe ist Lola. Doch Mathéo ist auch Großbritanniens Hoffnung auf olympisches Gold im Turmspringen. Und seine ehrgeizigen Eltern zeigen sich wenig begeistert über die Beziehung. Zum Glück ist Lolas Vater anders. Mit ihm versteht sich Mathéo blind. Doch dann gerät Mathéos Leben komplett aus den Fugen. Nach einer Siegesfeier wacht er mit Verletzungen am ganzen Körper auf, ohne Erinnerung an die Nacht zuvor. Erst als er sich beim Turmspringen am Kopf verletzt, kommt die Erinnerung zurück. Er wurde überfallen und brutal vergewaltigt. Als Lola davon erfährt, bittet sie ihn, zur Polizei zu gehen. Doch Mathéo hat ihr eines verschwiegen. Er kennt seinen Vergewaltiger.


Meinung: 

Es ist wohl mein Monat der ernsten Themen. 
Nach Hass - gefällt mir möchte ich euch das neue Buch von Tabitha Suzuama (der Autorin von Forbidden) vorsellen. Ich habe den Klappentext gelesen und fand es sofort interessant und als ich es dann noch bei einem Preisausschreiben gewonnen habe, war ich richtig happy. 

Matheó wächst in einem goldenen Käfig auf. 
Seine Eltern haben wenig Zeit für ihn und seinen Bruder, dafür umso mehr ansprüche. Matt soll nach der Schule auf eine gute Uni und davor soll er noch olympisches Gold im Turmspringen holen. 
Matt soll funktionieren. 
Sein Leben besteht aus Schule und Training und seine einzige Flucht ist seine große Liebe Lola. Doch die ist seinen ehrgeizigen Eltern ein Dorn im Auge. 
Doch dann kommt ein Wettkampf in Brigthon, den Matt gewinnt, doch am nächsten Morgen wacht er blutig und unter Schmerzen auf. Etwas schlimmes ist passiert, doch Matt weiß zunächst nicht was. Als er es dann herausfiindet, wird alles noch viel schlimmer. 

Puh. 
Also ich weiß ja, dass die Autorin sich gern schwerverdauliche Themen vornimmt. Nach dem, sehr emotionalen Prolog, weiß man sofort, wohin der Hase läuft, und was mit Matheó passiert ist. Danach folgen einige Kapitel in denen wir erst einmal Matheós Leben kennenlernen. Zwar schreibt Suzuma sehr bildhaft und blumig, aber die Handlung tritt auf der Stelle. Ja, wir erhalten einen guten Einblick in das Leben eines Ausnahmetalents und mir tat der arme Matt auch schon vor seiner Vergewaltigung furchtbar leid. Seine Eltern, die nie Zeit haben. Der viele Druck. Der Verzicht. Das ist alles gut geschildert, nur es hätte nicht so ausführlich sein müssen. 
Dann kommt Brigthon und der Wettkampf. Und Matt verändert sich. 
Er kann keine Nähe mehr zulassen. Er hat Zusammenbrüche. Er weint und schreit. 
Und das über viele, viele Seiten. 
Ich kann verstehen, dass ein Mensch, dem so etwas passiert, dicht macht. Ich kann mir auch vorstellen, dass seine Umwelt das zunächst nicht mitgekommt, weil er dafür sorgt, dass sie es nicht mitbekommen. Das er ihnen den gutgelaunten Jungen vorspielt. Aber diese Fassade bekommt immer mehr Risse. Was mich daran gestört hat, ist einfach die Länge. Ich hatte das Gefühl, das Buch tritt auf der Stelle und ich wartete die ganze Zeit darauf, dass es sich bewegt. 

Vorallem die Szenen zwischen Matheo und Lola, haben mich irgendwan nur noch genervt. Dazu muss ich sagen, dass ich Lola von Beginn an nicht mochte. Ich weiß nicht warum, aber sie war mir unsymphatisch. Vielleicht lag es daran, wie die Autorin sie gezeichnet hat. Sie ist - natürlich - Künstlerin. Kann singen und schauspielern und wohnt mit ihrem Vater in diesem niedlichen, chaotischen kleinen Haus. Und ja ... sie ist der Kontrast zu Matt, der in dieser kalten, sterilen Villa lebt und ich hatte sie gleich über. 
  Lola war mir einfach unsympathisch. 
Und nachdem Matt sich verändert, wird es noch schlimmer. Es gibt so viele Szenen in denen Matt vor Lola ausrastet. Heult. Wirres Zeug redet. Aber alle diese Szenen laufen nach dem gleichen Muster ab und bringen keine Lösung. Matt hat einen Zusammenbruch nach dem anderen und seine Umwelt reagiert nicht. Was auf der einen Seite sehr tragisch und auf der anderen sehr anstrengend ist. Weil ich immer darauf gewartet habe, dass der Plot sich voran bewegt. 
Als er es dann tut und herauskommt, wer ihn vergewaltigt hat, wird es natürlich kurz dramatisch, aber nicht so, wie ich gehofft hatte. Noch dazu muss ich sagen, dass ich ziemlich früh dahintergestiegen bin, wer es war und deshalb auch nicht so schockiert über die Auflösung war.

Das Ende?

Wer Forbidden kennt, weiß, was er von dem Buch hier zu erwarten hat. 
Mehr sag ich nicht und geh mir stattdessen lieber einen Eimer Eis holen. 

Sprachlich war das Buch sehr gut. Suzuma hat einen schönen, blumigen Stil, der mir ab und ein wenig zu ausschweifend wird. Sie muss immer alles ganz genau beschreiben und das wird nach eine kleinen Weile schon einmal anstrengend. 

Fazit: 

Broken - der Moment, in dem du fällst war ein gutes Buch, aber nicht herausragend. 
Ich finde es immer gut, wenn kritische Themen für Jugendliche bearbeitet werden. Das Buch hat eine gehörige Prise Realität, in dem eben nicht alles einfach wieder gut wird und die Zeit alle Wunden heilt. Allerdings hat es auch seine Längen. 

3/5 Sternen




Kommentare

  1. Uii klingt ja sehr interessant,, aber ich werde wahrscheinlich noch warten bis es als Taschenbuch erscheint, falls es das wird denn für ein Hardcover spricht es mich leider nicht genug an. Der Klappentext klingt meiner Meinung nach ganz gut aber man weiß ja nie was einen erwartet und nach deiner Rezi glaube ich, dass ich zur Zeit einfach nicht in der Stimmung bin dieses Buch zu lesen bzw zu kaufen, da es einen wie Forbidden bestimmt nicht mehr so schnell loslässt! Tolle Rezi! :-)
    Liebe Grüße!

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

[Rezension] Eisige Schwestern

[Montagsfrage] Kommentare

[Rezension] Die Henkerstochter