[Montagsfrage] Kopfkino


Montag, Zeit gemeinsam eine neue Montagsfrage von Buchfresserchen zu beantworten, bevor ich mit euch in meine große Gay-Romance Woche starte. Am Wochenede kamen gleich zwei Titel von Lieblingsautorinnen von mir heraus, und die mussten natürlich gleich gekauft und reingesuchtet werden, aber dazu mehr in den nächsten Tagen. 

Jetzt erstmal zur aktuellen Frage: 
 
Wenn du liest, stellst du dir dann bewusst alles vor oder passiert das eher automatisch? Oder liest du einfach ohne Kopfkino? 
 
Worte zaubern einfach Bilder in meinen Kopf, so funktionieren Bücher für mich. Wenn ich lese dann sehe ich das in meinem Kopf. Ich gebe zu, dass ich manches einfach weglasse. Oder immer die selben Bilder vor mir sehe. Wenn z.B. ein Ort nicht genau beschrieben wird, sondern da nur steht, sie gehen in eine Bar, dann hab ich drei "Standardbars" die ich mir aus Filmen zusammengeklaut hab, in meinem Kopf und da hocken die Protagonisten dann. Wenn sie in ein Cafe gehen, sieht es meistens aus wie Starbucks oder so. 
Schwierig wird es, wenn Autoren ihre Protagonisten nicht genau, oder erst zu spät beschreiben. Dann nehm ich immer das Model vom Cover. Wird dann schon passen. Passiert die Beschreibung allerdings zu spät, kann das schon mal das ganze Kopfkino crashen. Mein schlimmster FAIL war bei Alex Londons Roman Proxy (geiler Scheiß, müsst ihr lesen). Für mich war Syd - einer der Protagonisten - blond. Fragt mich nicht warum. 
Mein Kopfkino sagte: "Wenn der Autor es dir nicht verrät, ich will, dass er blond und blauäugig ist. Punkt. Basta" 
Ich so: "Okay Kopfkino, machen wir dann so." 
Fünfzig Seiten lang ♥ ♥ ♥ ♥
Autor auf Seite 51 "Syd ist SCHWARZ" 
Ja und das hab ich dann nie wirklich hinbekommen. Weil wenn mein Kopfkino mal was festgelegt hat, dann ... geht es nicht mehr zurück. Point of no return. 
 
* * * * *
 
Und ihr?
Habt ihr Kopfkino, oder ist nicht?

Kommentare

  1. Hallo,
    ich finde es dann immer richtig komisch, wenn man seine Protagonisten durch das Lesen genau optisch vor sich sieht, und dann kommt der Film raus *bähm* und der Schauspieler passt so gar nicht zum eigenen Bild. Mir ging es so bei Rubinrot. Ich habe wirklich lange gebraucht um die Gefühle für die Person aus dem Buch auch auf den Schauspieler zu übertragen. Jeder hat halt so seine eigenen Vorstellungen.
    Beste Grüße Fiona

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