[Rezension] Der Psychopath



Titel: Der Psychopath
Autor: Bram Dehouck
Verlag: BTB
Originaltitel: Hellekind
Seiten: 224
ISBN: 3442713307 
Preis: 
8.99€ gedruckt
7.99€ Ebook

Challenge: /
Skoobe: ja
Add it: Goodreads 


Inhalt: 

Eine Lösung, die ein Vater nie wählen würde.

Sam ist anders als andere Kinder. Das merken seine Eltern früh. Doch der Arzt und die Krankenschwester können damit umgehen. Sams Verhalten wird erst zum Problem, als er in die Schule kommt. Niemand hat den aufbrausenden Jungen im Griff. Während seine Mutter glaubt, der Sohn werde gemobbt, ist sein Vater Chris mehr und mehr davon überzeugt, dass mit Sam etwas nicht stimmt. Manisch sammelt er Fachartikel, die beweisen sollen, dass sein Sohn ein geborener Psychopath ist. Als Sam eines Tages einer Katze den Bauch aufschlitzt, um nachzusehen, was sich darin verbirgt, versteift sich Chris immer mehr auf seine Theorie. Und er sieht nur eine Lösung. Eine Lösung, die ein Vater sonst nie wählen würde: Er will den eigenen Sohn umbringen …


Meinung: 

Auf das Buch von Bram Dehouck bin ich zufällig auf Skoobe gestolpert und der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Ich mag harte Thriller in denen es den Protagonisten ordentlich an den Kragen geht. Was bringt einen Vater dazu den Mord an seinem Sohn zu planen? Auf diese Frage wollte ich eine Antwort und das Buch an einem Tag gelesen. 

Mit knappen zweihundert Seiten ist der Psychopath ein sehr kurzes Buch, das man bequem in einem Rutsch durchlesen kann. Diese Kürze ist auf der einen Seite gut, weil das Drumherum (wie z.B. das Privatleben der Ermittler und persönliche Dramen) wegfallen. Auf der anderen Seite ist es ein großer Kritikpunkt meinerseits. Dadurch, dass zwischen Anfang und Ende gerade mal knapp hundertachtzig Seiten liegen, kann sich die Geschichte nicht entfalten und alles geht relativ fix. Ein zweischneidiges Schwert. Ich hätte gern noch hundert Seiten mehr gehabt und mehr davon erfahren wie Chris immer mehr, langsam aber sicher dem Wahn verfällt und am Ende erkennt, dass sein Sohn ein Psychopath ist. Das kam mir zu kurz. Zwar gibt es Rückblenden, aber das war mir alles zu kurz. Eine langsame, schleichende Entwicklung wäre mir sehr viel Lieber gewesen. 

Die Figuren von Chris, Sam und seiner Mutter sind klasse. 
Chris steigert sich immer mehr in die Annhame hinein, dass sein Sohn ein Psychopath sein muss und am Ende sieht er keine andere Möglichkeit. Er plant seinen Sohn zu ermorden, um so die Öffentlichkeit vor im zu schützen. Eigentich undenkbar für einen Vater, doch Chris hat ganz eigene Gründe sich seiner Sache ganz sicher zu sein. 
Seine Ehefrau hingegen ist die klassische Verweigerin. Sie relativiert ALLES, was Sam anstellt und sucht die Schuld immer bei anderen. Selbst als ihr Sohn sein Haustier auswaided hat sie eine Erklärung parat. Ganz ehrlich, dieser Dame hätte ich am liebsten ein paar schallende Ohrfeigen verpasst, damit sie mal aufwacht. 
Und Sam? Sam ist ein absolutes Arschlochkind hoch zehn. Keine Ahnung, was ich tun würde, wenn ich den zu Hause hätte. Der Junge hat in mir so einen Hass geweckt, dass ich manchmal auf der Seite des Vaters war. Erschreckend, ich weiß. Aber Sam ist einfach .... brrrr ...

Was mich enttäuscht hat, war das Ende. 
Es ist offen und das Buch lässt einem mit einem Berg Fragen zurück, weil es ganz abrupt endet. 

Fazit: 

Der Psychopath war ein tolles Buch, dass mich nicht mehr losgelassen hat. Interessante Figuren und eine Frage, die sich glaube ich keiner von uns jemals stellen sollte. 
Leider ist es etwas zu kurz geraten und das Ende war mir zu offen. 

4/5 Sternen   

 

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