[Rezension] Skin - das Lied der Kendra


Titel: Skin - das Lied der Kendra
Autor: Ilka Tampke
Verlag: Penhaligon
Seiten: 480
Originaltitel: Skin
ISBN: 9783764531430
Preis: 
19.99€ gebunden
15.99€ Ebook

Challenge: ?
Skoobe: Ja

Ad it: 

Inhalt: 

Niemand weiß, woher sie kommt. Niemand weiß, zu wem sie gehört. Und doch ist sie ihrer aller Rettung.


Eine Tierhaut zu tragen bedeutet für den Stamm der Caer Cad alles: Sie steht für den Glauben der Menschen, für ihre Vorfahren, für ihr Land. Nur die vierzehnjährige Waise Ailia hat niemanden, der ihr eine Haut hätte vererben können, und ist damit eine Außenseiterin – bis sie durch eine geheimnisvolle Begegnung auf den Weg geführt wird, der ihr seit jeher vorherbestimmt ist. Sie soll zur Kendra werden, zur größten Wissenshüterin des alten Glaubens. Für Ailia beginnt eine Reise in eine ihr unbekannte Welt, wo sie nicht nur ihrer großen Liebe begegnet, sondern ihr Land auch vor einer großen Gefahr retten muss …


Meinung: 

Wie ich schon gestern bei gemeinsam lesen sagte, war das Buch von Ilka Tampke schon ewig auf meinem Wunschzettel. Aber dann kamen tausend andere Bücher dazwischen und Skin geriet so ein bisschen in Vergessenheit, bis ich es letzte Woche im aktuellen Angebot von Skoobe entdeckte.Ich war überrascht, dass Skoobe das Buch unter Fantasy einordnete, bis zu dem Punkt hatte ich Skin nämlich als rein historischen Roman auf dem Schirm. Ja, es ist Fantasy, aber nicht auf die komerzielle Art sondern erinnerte mich beim Lesen an Marion Zimmer Bradleys "die Nebel von Avalon" 
Skin hat die gleiche Grundidee und die gleichen Settings - auch wenn hier nie von Avalon die Rede ist, weiß der Leser doch immer, dass Avalon gemeint ist - das kommt daher dass Skin in der Antike spielt, kurz vor der ersten Besiedlung der Römer durch Kaiser Claudius 
Auch hier kämpft eine alte Ordnung gegen eine Neue. 
Die Kultur der Mütter gegen das Imperium. Das Setting war spannend und neu und hat mich von Seie eins an, in den Bann gezogen. Ich bin ja eine bekennende Verehrerin Großbritanniens und Avalons. 

Skin erzählt die Geschichte von Ailia. Sie ist ein Findelkind und wurde "ohne Haut" geboren und das ist im antiken Britannien eine böse Sache, denn ohne Haut ist man nur halb geboren. Kann weder etwas lernen, noch heiraten. Normalerweise müsste Ailia ein Leben als Ausgestoßene führen, doch sie wurde von Kochmutter aufgenommen und dient der Stammesfürstin in der Küche. 
Doch dann stellt sich heraus, dass in Ailia die Kraft der Mütter schlummert und sie avanciert zur letzten Hoffnung ihres Stammes. 
Ich bin ehrlich. Ailia war für mich nicht immer einfach. Auf der einen Seite, ist sie eine starke Heldin, die sich entwickelt. Auf der anderen ist sie wieder eine von diesen ganz besonderen Schneeflocken, die auswerwählt wurde um Großes zu vollbringen. Ich mochte Aila, weil sie, wenn es notwendig ist, auch die Initiative ergreift, auf der anderen Seite ist das ewige Gejammere wegen ihrer Haut. Ja, ich kann verstehen, dass es in Albion übel ist, keine Haut zu haben, aber Ailia dreht sich in dieser Frage immer und immer wieder im Kreis und das bis fast vor Ende. Jeder Nebencharakter muss von jeder neuen Entwicklung zum Thema "Haut" einzeln überzeugt werden und das war einfach ein Haut-Overload. 

Ich hab viele Reviews zu dem Buch gelesen und es wurde z.B. Anstoß genommen, dass Ailia mit zwei Männern schläft. Ich hatte damit keine Probleme, denn es passt zu der Zeit in der sie lebt und Ailia ist in soweit selbstbestimmt, dass es allein ihre Entscheidung ist, mit wem sie ins Bett geht. Es ist eine andere Kultur, eine Kultur in der Frauen eine sehr viel höhere Stellung zukommt, als in anderen. Und das mag ich. Frauen können Stämme führen, sie können lernen und Gereiste (Druiden) werden. Gut, dass Ailia auch noch Sexy Time mit einem göttlichen Fisch hatte, DAS war etwas schräg, aber okay. Das Fantasyelement setzt erst nach knappen hundert Seiten ein und ist zunächst sehr dezent. Gegen Ende wurde es mir dann etwas zu undurchsichtig und abgehoben.

Der Schreibstil von Ilka Tampke ist flüssig. Ich war von der erste Seiten an total süchtig nach dem Buch. Ich hab fast fünfhundert Seiten in drei Tagen gelesen und ja ... das sagt auch schon alles.  Die Autorin hat eine untergegangene Welt wieder zum Leben erweckt und ich liebe das Buch allein dafür. Zwar hätte ich gern noch ein bisschen mehr über die Hintergründe der Haut erfahren und dafür ein bisschen weniger mystisches Gesinge gehabt. Aber das ist persönlicher Geschmack. 

Fazit: 

Trotz einer streitbaren Heldin, die mich nicht immer voll überzeugen konnte, ist Skin - das Lied der Kendra ein tolles Fantasybuch mit viel Potential. 
Fans von die Nebel von Avalon sollten es sich ganz genau ansehen

4/5 Sterne

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