[Rezension] Song of Princes


Titel: Song of Princes
Autor: Janell Rhiannon
Verlag: Create Space
Umfang: 377S. 
Reihe: The Homeric Chronicles #1
ISBN: /

Preis: 
2,99€ ebook
16,56 Paperback

Challenge:Lesereise *Türkei*
Skoobe: /
Add it: 

Inhalt: 

Sing Muse. 
Sing of the shining citadel of Troy rising from the hot sands of Asia. Sing of the Greek palaces ascending from their rocky hilltops. Sing of one woman’s dream heralding the madness of men and the murder of innocents. From bull dancing rings and wild meadows, the Forgotten Prince must choose between love and a golden crown. From seclusion and safety, the Golden Warrior must choose between his honor and his life. From behind the Great Wall, the Golden Prince must choose between his family and his city. And from a rugged realm on the far side of Greece, the Warrior King must choose between his son’s life and certain exile. Here shepherds and princes, warriors and kings, and seers and lovers seek to conquer their passions, outwit destiny or surrender to it.


Meinung: 

Ich bin zufällig bei Instagram über das Buch gestolpert und mir war sofort klar, dass ich es lesen muss. Der Trojanische Krieg, ist eins meiner Lieblingsthemen. 
Bevor ich anfange Song of Princes zu besprechen will ich sagen, für mich existiert die perfekte Buchreihe zu dem Thema bereits. David Gemmells Troja-Trilogie sind die besten Bücher, die ich je gelesen habe. Und wenn man etwas gelesen hat, dass einfach so perfekt war, ist es natürlich schwer dagegen anzukommen. Es ist überhaupt schwer sich die Ilias von Homer als Stoff für ein Buch auszusuchen, denn die Ilias ist einfach DAS WERK. Sie hat alles, die größten Schlachten, die kühnsten Helden, die Hybris des Menschen. Götter. Tod. Zerstörung. Liebe. Politik. Alles zusammen in einer Geschichte so großartig, dass wir alle Leser/Autoren/Hollywood nach über zweitausend Jahren, immer noch in Homers Schatten wandeln. 

Nun zu Song of Princes

Was ich von Anfang an gut fand, war dass diesmal die Götter, wirklich eine aktive Rolle spielen. Ich glaube, eine der schwersten Entscheidungen für Autoren bei diesem Sujet ist es zu entscheiden, wie sie diese Frage händeln. Die Ilias ohne Götter, ist Murks, das beweist u.a. auch dieser unsägliche Film Troja mit Brad Pitt. Die Frage ist nun, lässt man die Götter aktiv mit rein, dann bewegt man sich hart im Wind in Richtung Fantasy. David Gemell lässt die Götter außen vor, sie werden zwar im Buch genannt, treten aktiv aber nicht in Erscheinung. Janell Rhiannon geht da voll aufs Ganze und wir bekommen das Drama um die Olympbewohner im Breidwandformat. Und ja, das mochte ich. Anders als der christliche Gott, der da oben luftig auf seiner Wolke schwebt, geht es bei den Griechen ja richtig zur Sache. Da wird gesoffen, gehurt, fremdgegangen, gestritten, verflucht. Und alles auf Kosten von uns Sterblichen und wenn ihr glaubt, dass das alles ein gutes Ende nimmt, dann habt ihr nicht aufgepasst. (hahahaha GoT Refernce)

Es ist, wie gesagt eine Hausnummer, sich ausgerechent die Ilias auszusuchen und ich war gespannt, wie die Autorin es umsetzt. Natürlich hab ich die Geschichte schon 1000 Mal gehört, aber jeder Autor macht ja doch was ganz eigenes draus. Verändert die Figuren so, wie er sie braucht und erfindet manchmal eigene dazu. Und hier fingen dann die Probleme mit dem Buch für mich an. Die Autorin hat auf ihrer Homepage geschrieben, dass Band 1 die Zeit vor dem Krieg behandelt, Bd.2 den Krieg an sich und Bd.3 die Zeit danach, was wohl auf Odysseus und die Odysee hinauslaufen wird. 
Das mag ja zuerst nach eine guten Idee klingen, allerdings wurde ich nervös, als Paris bei 30% des Buches immer noch ein Kind war. Dann gab es einen kleinen Zeitsprung, Paris ist jetzt 18, aber weder Achill noch Helena sind überhaupt geboren. Ich gebe zu, dass ich nicht die Geburtsdaten aller trojanischen Helden aus dem Kopf aufsagen kann, aber in meinem Kopf ist alles durcheinander geraten, eben weil ich ja schon (durch Bücher und Filme usw.) schon ein Bild von allen hatte. Außerdem schielte ich wieder auf die Prozentanzeige. Wie will die Autorin das machen? Das halbe Buch war ja fast schon gelesen! Helena war bei knappen 50% ein Baby und Achill fünf. Hector aber schon Ende Zwanzig! Und es sind noch Jahrzehnte bis zum großen Endkampf der Beiden vor den Toren Trojas!
Für mich hatten die meisten Personen also ein komplett falsches Alter und alles fühlte sich ... falsch an und seltsam an.

Zu Anfang kam ich schnell voran, weil ich die Geschichte wie gesagt liebe. Doch je weiter ich las, desto mehr sah ich die Schwächen des Buchs. Es fehlt ein roter Faden und das liegt daran, dass wir keine Protagonisten haben. Ich bemühe wieder Gemmell, der sich auf einige Personen festgelegt hatte und so die großen Ereignisse des Trojanischen Krieges einfach ... abdecken konnte. Rhiannon springt von einem zum anderen und wieder zurück. Auch unwichtige Nebenfiguren erhalten mal ein paar Abschnitte und dann sind wir wieder in Troja. Mir fehlte einfach der Bezug zu den Figuren, denn es ist mehr ein Bericht, als das ich wirklich eine Geschichte mit Szenen und Spannungsbogen hätte. 
Das ist auch wieder dem Vorhaben der Autorin zuzschreiben, die alles wollte und alles in ein Buch mit unter vierhundert Seiten reingequetscht hat. So ist es eben schwer, etwas wie eine Verbindung zu den aggierenden Figuren aufzubauen. 
Oder überhaupt umfänglich durchzublicken. Denn ja, man braucht schon ein gewisses Basiswissen, um zu verstehen wer mit wem und warum, und wer das Kind im Bauch von dieser Frau jetzt ist und was mal daraus werden wird, z.B. wenn Schavash sagt, ihre Tochter würde mal den größten aller Krieger heiraten, da muss man schon einen WEITEN Bogen schlagen und wissen, dass sie die Mutter von Briseis ist, die dann irgedwann - in zwanzig Jahren, aber noch vor Band 2! - Achill heiraten wird, der jetzt erst so ... zwei Jahre alt ist.

 Und wo wir grade dabei sind. Ich hab in meinem Leben noch kein Buch gelesen in dem so viele Weiber andauernd schwanger sind. Okay, die ganzen Helden müssen irgendwann mal geboren werden. Aber wirklich. Jeder ist andauernd schwanger. Einmal Sex. BOOOM. Schon merken die Ladys, wie "der Samen sich in ihnen festsetzt" brrrrr ... dementsprechend oft kommt es auch zu Sexualitäten. Andauernd rammt irgendein König/Prinz/Gott seinen Schwengel in "das heilige Kreuz" einer Frau. Wahlweise auch in Schwanengestalt (Leda) oder als Geist (Apollo bei Cassandra). Diese Szenen sind nicht sexy oder so. Sie sind einfach da und weil du weißt, dass die hinterher schon wieder schwanger werden, hakst du das alles einfach nur noch als gegeben ab. 

Der Schreibstil war okay, aber eben zu sehr gehetzt, weil man ja eine ganze Menge in ein Buch packen muss. Es erinnerte eher an einen Bericht. Eine wirkliche Nähe zu den Figuren, zu ihren Gefühlen, Ängsten usw. fehlt. Ich hätte es besser gefunden, wenn die Autorin sich ihre Protagonisten ausgesucht hätte und nur aus deren Sicht geschrieben hätte, anstatt einfach alles zu wollen, aber am Ende nichts zu haben. 

Fazit: 

Song of Princes war okay. Allerdings wollte die Autorin zu viel in ein Buch pressen und so wurde es eher ein Prosbericht über den Vorabend der größten Schlacht aller Zeiten. Troja-Fans sollten einen Blick riskieren. Aber wirklich empfehlen würde ich es jetzt nicht, da gibt es einfach bessere Bücher zu dem Thema, die auch mehr Tiefe haben.

Ich schwanke zwischen 2.5 & 3 Sternen und kann mich nicht wirklich festlegen. 2,5 klingt zu hart, aber 3 zu gut. Ich lass es einfach mal so stehen.

  

Kommentare

  1. I thank you for your time reading my book! I am grateful. You bring up a KEY point which in writing and researching I found a huge discrepancy...the age difference between Helen and Paris. I plan a blog about this topic exactly, as Paris must be a man (or almost a man before Achilles is even born). And taking the other myths into consideration, Helen would have been promised to Paris before she was born. Again, thank you so much :)
    Ich danke Ihnen für Ihre Zeit mein Buch zu lesen! Ich bin dankbar. Sie bringen ein wesentlicher Punkt, schriftlich und Erforschung ich eine große Diskrepanz ... der Altersunterschied zwischen Helen und Paris gefunden. Ich plane, ein Blog zu diesem Thema genau, wie Paris muss ein Mann sein (oder fast ein Mann vor Achilles ist sogar geboren). Und die anderen Mythen zu berücksichtigen, würde Helen nach Paris versprochen wurden, bevor sie geboren wurde. Nochmals vielen Dank :)

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

[Rezension] Eisige Schwestern

[Montagsfrage] Kommentare

[Bookrant] Pakt des Blutes