[Rezension] Anna Sacher und ihr Hotel


Titel: Anna Sacher und ihr Hotel
Autor: Monika Czernin
Verlag: Penguin
Umfang: 352 S. 
ISBN: 978-3-328-10058-4 
Preis: 10,-

Wertung: ✰✰✰

Inhalt: 

Ihre Gäste und ihr Gespür für die Wiener Gesellschaft haben sie berühmt gemacht: Anna Sacher, legendäre Chefin des Hotel Sacher zur Zeit der Jahrhundertwende. Das Hotel wird zur Bühne, auf der sich alle begegnen: Kaiserin Sissi, Kronprinz Rudolf, Schnitzler, Klimt, Mahler, die Rothschilds und Wittgensteins. Die Geschichte eines außergewöhnlichen Lebens und zugleich ein Stück europäische Kulturgeschichte.

 Meinung: 

Wien übt auf mich eine ganz besondere Faszination aus und das Wien der k.u.k. Monarchie ist geradezu magisch. Ich liebe das Flair dieser Stadt, ihre Geschichte und das Cafe Sacher gehört zu der Donaumetropole so wie der Prater, die Habsburger und Schlagobers. 

Ich habe mich für dieses Buch entschieden, weil ich ab und an sehr gern eine Biographie lese und ich das Cafe Sacher und seine berühmte Torte einfach liebe, leider hatte das Buch einige Längen und andere Schwächen, weshalb es eher ein durchwachsenes Lesevergnügen war. 

Eins der großen Probleme, die ich mit dem Buch von Monika Czernin hatte, war, dass die Autorin sich nicht entscheiden konnte, was es denn nun im Endeffekt werden sollte. Eine Romanbiographie über Anna Sacher mit ihr, als Protagonistin? Eine allgmeine Biographie über die Familie Sacher? Ein Sachbuch über die Epoche im Allgemeinen oder die Ringstraße im Speziellen? Dieser Mischmasch war mitunter ziemlich anstrengend. Gerade noch schaut man nochd er "Protagonistin" Anna Sacher über die Schulter, während sie morgens in ihrem Cafe ankommt, schon dreht sich der nächster - allgemeine Abschnitt - um den Bau und die Finanzierung der Ringstraße. So wechselt im Buch, immer etappenweise, die Erzählstrucktur und das war über die Dauer schon anstrengend. 

Ein weiteres Problem sind die Zeitsprünge. 
Gerade noch haben wir Annas Ehemann zu Grabe getragen, doch schon im nächsten Kapitel ist der Gute wieder quicklebendig und wir erfahren erst mal seinen Werdegang. Dieses Hintersich-Vorsich mag ich nicht. Auch einige Passsagen, die eher an Wikipediaeinträge erinnert haben und sehr allgemein gehalten waren, haben mir nicht zugesagt. 

Anna Sacher war eine faszinierende und starke Frau und genauso faszinierend und iluster sind auch die Gäste, die in ihrem berühmten Cafe ein und aus gehen. Monika Czernin schafft es den Flair dieser Zeit einzufangen und uns daran teilnehmen zu lassen. Man merkt ihr an, dass sie Wien in ihrem Herzen trägt und das hat mir das Buch dann am Ende doch noch gerettet.

Fazit: 

Monika Czernin hat in ihrem Buch einem Mythos Leben eingehaucht und eine interessante Epoche sehr genau und ausführlich beleuchtet. Sie liebt Wien, das merkt man ihrem Buch an. Leider ist das Buch etwas zäh geworden, ich hätte mir eine klarere Linie gewünscht.

Kommentare

  1. Hallo Nadine,
    ich habe auch schon mit dem Buch geliebäugelt und auch mit dem Buch aus dem Europaverlag: Das Sacher: Die Geschichte einer Verführung. Da aber bei uns in österreich ab heute dieses Buch als Film-Zweiteiler im ORF ausgestrahlt wird, sehe ich mir den Film gleich mal an.
    Liebe Grüße
    Martina
    http://martinasbuchwelten.blogspot.co.at/

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    1. Hallo Martina,

      danke für deinen Kommentar!
      An diesem zweiten Sacher Buch schleiche ich seit Wochen herum, ich wollte aber zuerst das hier beenden. Jetzt bin ich am überlegen, ob ich es mir von meinem Buchgutschein holen soll, den ich zu Weihnachten bekommen hab.

      :)

      lg
      Nadine

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