[Rezension] Angstmädchen


Titel: Angstmädchen
Autor: Jenny Milewski
Verlag: Heyne
Umfang: 336 S. 
ISBN: 9783453438804
Preis: 
10.99€ ebook
13.99€ Broschur

Wertung: ✰✰✰

Inhalt: 


Die junge, schüchterne Malin zieht in ein Studentenwohnheim ein. Zu ihrer großen Freude bekommt sie das einzige Zimmer, das über eine Badewanne verfügt. Doch dann erfährt sie, dass sich darin ein Mädchen namens Yuko die Pulsadern aufgeschnitten hat. Kurz darauf findet Malin Haarbüschel, die nicht von ihr stammen können, und als sie eines Nachts eine blasse Gestalt sieht, wird ihr klar, dass etwas in ihr Leben getreten ist, das sie nicht mehr loswird. Etwas, das ihr Angst macht – das auf sie wartet – wo immer sie auch hingeht …
  

Meinung: 

 Ich liebe gruselige Bücher. 
Leider sind gruselige Bücher verdammt schwer zu finden. Bei Angstmädchen hat es sofort klick gemacht. Irgendwie hat mich der Plot mit dem blassen, japanischen Geistermädchen an The Ring erinnert und ich musste das Buch einfach lesen. 
Bei Skoobe wurde das Buch bei den Thrillern gelistet, jetzt, da ich es beendet hab, bin ich mir nicht so sicher, ob es das verdient hat. Angstmädchen ist eher ein Mysteriebuch und zwar eins von der langsamen Sorte. 
Was das Lesevergnügen ein bisschen gedämpft hat. 

Wir lernen Marlin kennen, die Protagonistin gegen über der Bella Swan im Punkto Selbstwertgefühl noch gut wegkommt. Marlin besitzt keins. Sie ist schüchtern, verklemmt, seltsam und suhlt sich in ihrem Selbstmitleid, wann immer es geht. 
Sie studiert ein Fach, das sie nicht kapiert und auf das sie eigentlich auch keine Lust hat. Sie hat praktisch kein Sozialleben und ist einfach das "seltsame verklemmte Mädchen". 
 Ständig jammert sie wegen irgendwas herum. Sei es, dass sie ihr neues "erwachsenes Leben" nicht auf die Reihe bekommt (es beginnt für sich schon beim Einkaufen, weil SIE jetzt entscheiden muss, welchen Käse sie kauft und das nimmt sie so emotional mit, dass sie erst mal heulend ihre Mutter anrufen muss. Gott im Himmel *rolleyes* Wie ist das Mädchen bitte aufgewachsen?)
Oder das der Junge den sie gut findet, eine Freundin hat. 

Malin zieht also in ihre erste WG und die ist (genau wie der Rest des Campus) bevölkert mit einer Wagenladung Stereotypen. 
Am schlimmsten fand ich Thorbjörn, den "Nerd" den die Autorin so überzeichnet hat, dass die Jungs aus der Big Bang Theory wie ganz normale Leute wirken. Dann haben wir noch die heiße Bitch, die sich für was besseres hält. Die Revolutzerin mit den Doc Martens. Den schnöseligen Polohemdkragenhochklapper aus der Studentenverbindung und den kumpelhaften Informatiker, der auf Grunge steht. 
Da man in Schweden in den 1990ern einfach random irgendwelche Leute in WGs steckt, ohne darauf zu achten, ob die miteinander harmonieren, hat Marlin einfach Pech gehabt mit ihrer Combo. Denn sie ist die Zweitbesetzung der "ausländisch aussehenden Mitbewohnerin" die dieser Chaostruppe noch gefehlt hat. Die vorherige Bewohnerin Yuko, eine Austauschstudentin aus Japan, hat genau in Marlins Zimmer - eine Woche vor deren Einzug - in der Badewanne Selbstmord begangen. 

Natürlich sagt keiner einen Piep zu Marlin und so plätschert die Handlung erst mal dahin. Es gibt jede Menge "seltsamer Vorfälle". Rauschen in der Telefonleitung. Herumgeworfene Schuhe im Flur. Haare. Haare. Jede Menge Haare. Der übliche Poltergeist Level 1 Kram. 
Ich wartete die ganze Zeit darauf, dass es endlich losgeht, aber man wird mit dem "Altagskram" von Marlin praktisch erschlagen, dass die gruseligen Komponenten einfach untergehen. 

Ich wartete ständig darauf, dass es mal richtig losgeht und mir mal ein wohliger Schauder über den Rücken läuft, weil ich mir den Arsch weggrusele. 

Ich wartete vergebens. 
Die Geschichte kommt einfach nicht zu Pötte und am Ende überschlagen sich mal wieder die Ereignisse und das macht Angstmädchen zu einem mittelmäßigen Buch und schon mal gar nicht zu einem Thriller. 

Fazit: 

Ich hatte einfach mehr Grusel erwartet. 
Das Buch bleibt hinter den Erwartungen zurück und schafft es nicht mich für die Personen oder die Story einzunehmen. 
Man kann es flüssig und schnell lesen, aber die Protagonistin verlang einem einiges an Geduld ab.


Kommentare

  1. Hi Nadine!

    Da hast du ja ähnlich empfunden wie ich, ich fands ehrlich gesagt schrecklich *lach* Sowas langweiliges hab ich schon lang nimmer gelesen und war mein erster Flop in diesem Jahr ^^
    Gruselige Bücher zu finden ist wirklich schwierig :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

    AntwortenLöschen
  2. Hallo :)

    Oh je, da scheint mich ja was zu erwarten bei dem Buch ...

    Liebe Stöbergrüße

    Tanja
    wort-welten.blogspot.de

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

[Rezension] Eisige Schwestern

[Montagsfrage] Kommentare

[Bookrant] Pakt des Blutes