[Rezension] The Beast in the red Forest

Titel: The Beast in the Red Forest
Autor: Sam Eastland
Verlag: Faber & Faber
Umfang: 336 S. 
Serie: Inspektor Pekkala #5

Wertung: ✰✰

Inhalt: 
A soldier returns from the frontline of battle to report that Pekkala's charred body has been found at the site of an ambush. But Stalin refuses to believe that the indomitable Pekkala is dead.

On Stallin's orders, Pekkala's assistant Kirov travels deep into the forests of Western Russia, following a trail of clues to a wilderness where partisans wage a brutal campaign against the Nazi invaders.

Unknown to Kirov, he is being led into a trap.
A new enemy has emerged from the fog of war, more deadly than any Kirov or Pekkala have ever faced before.
Pursuing the legend of a half-human creature, said to roam the landscape of this war within a war, each step brings Kirov closer to the truth about Pekkala's disappearance.
Meanwhile, Pekkala's nemesis is also closing in for the kill


Meinung: 

*genervtes Ausatmen*

Das hier ist mehr eine Abrechnung mit der Reihe an sich. 

Vor zwei Jahren habe ich die Inspektor Pekkala Reihe von Sam Eastland für mich entdeckt. 
Ich mochte den ersten Band sehr. Ging es da doch um den Zaren und dass sein einziger Sohn vielleicht überlebt hat. 
Garniert wurde das mit einem ausgewöhnlichen Ermittler. Pekkala, der in bester James Bond Manier durch das nun von Stalin kontrollierte Russland tiegert und vom Autor durch ein wahres Feuerwerk an verrückten Actionszenen gejagt wird, die er Aufgrund seiner Talente und Fähigkeiten natürlich überlebt. 

Beste Popcornunterhaltung. 

Nun, bin ich mittlerweile bei Band 5 angekommen und muss sagen, dass ich schwer ernüchtert bin. Nein, ich würde eigentlich lieber genervt schreiben. Band vier, war ja mein persönlicher Serientiefpunkt und wäre Band fünf kein Geschenk gewesen, dass auf der Spitze meines SUBs vor sich hinvegetierte, hätte ich mir dieses Buch erspart. 

Die Plots werden immer banaler. 
Ich mochte Pekkala, weil die Romanovs mich irgendwie triggern und ich diese Zeit mag und das alles eine unsagbare Tragik hat, die mich immer wieder dazu bringt, Bücher, die dieses Sujet bedienen zu kaufen. 
Die Inspektor Pekkala Reihe startete großartig und wurde dann immer belangloser. Jedes Buch folgt dem selben Muster und dient eingentlich nur dazu, Pekkala - die Überfigur - wieder cool dastehen zu lassen. 
Natürlich ist das der Aufbau jeder Reihe/Serie, aber ich habe bei diesen Bücher immer das Problem, dass mir der Protagonist - Pekkala - einfach nichts bietet. 
Er ist einfach ein Typ, der alles überlebt und mit seinem eidetischen Gedächtnis auch nichts vergisst. Aber er ist keine Person, bei der ich mitfiebere, oder die sich für mich einnehmen könnte. Er ist nicht so schneidig, wie z.B. James Bond. Auf der anderen Seite ist er auch kein Nerd, wie Spencer aus Criminal Minds, der ja auch ein eidetisches Gedächtnis hat und über den ich stundenlang fangirlen kann. Pekkala ist auch kein Patriot, der das ganze für sein Land macht und kein ausgefuchster Gauner, dem ich gern dabei zusehe, wie er Leute übers Ohr haut.
Pekkala ist einfach nur ... da .... und nach fünf Büchern ohne eine ordentliche Projektionsfläche, ohne größere persönliche Dramen oder Konflikte, da reicht es mir einfach. 
Ja, ich bin die, die immer meckert, wenn die zerrüttete Ehe oder der Lover einer Ermittlerin viel mehr Platz einnimmt, als der aktuelle Fall, aber wenn man das wie Sam Eastland konstant hintan stellt, und seinen Figuren entweder nichts oder nur Fremdschammomente als Privatleben gibt, dann hält mich das nicht bei der Stange, weil es mir nichts liefert, was mich für diese Person hoffen, bangen und zittern lässt. 

Bei diesem Band hatte ich wenigstens die Hoffnung, dass ich mehr über Kirov erfahre und wenigstens mit ihm endlich mal sowas wie eine Bindung aufbaue, aber nope. Ich brauch einfach ... Typen. Leute deren Persönlichkeit verdammtnochmal großartig ist. Sie müssen ja nicht heldenhaft sein, oder mutig, oder edel, aber sie müssen IRGENDWAS sein, außer halt ... da.

Ein weiterer großer Kritikpunkt an der Reihe ist, dass Sam Eastland der einzige Autor ist, den ich kenne, der es schafft in jedes Buch ganze Passagen aus seinen vorherigen Bücheren mittels Copy/Paste einzufügen. Ja, es ist ganz hilfreich, wenn der Autor uns Lesern kurz das zusammenfasst, was in den anderen Bänden passiert ist. Aber, ich bekomm echt das Tier, wenn die aktuelle Handlung für 15! Seiten oder ein halbes Kapitel unterbrochen wird, um das was in Band 2,3,4 passiert ist nochmal durchzukauen. Mitunter sind ganze Passagen einfach übernommen und mir geht das echt auf den Keks, weil es zu viel und langweilig ist und im Grunde nur Seitenschinderei. 

Fazit: 

Ich mochte die Pekkala Reihe am Anfang, aber der Autor wiederholt sich nur noch selbst und die Luft ist raus. 
Die Figuren geben mir genau nichts, und die ständigen Wiederholungen sind ermüdend. 
Das war mein letztes Pekkala Buch, ich werde keine mehr lesen.







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