[Rezension] Der Mörder und das Mädchen

Titel: Der Mörder und das Mädchen
Autor: Sofie Sarenbrant
Umfang: 368 S. 
ISBN: 978-3352008931

Wertung: ✰✰und ein halb

Inhalt: 

Noch einen Tag noch – dann, glaubt Cornelia, hat ihr Martyrium ein Ende, dann zieht sie mit Astrid, ihrer sechsjährigen Tochter, aus ihrem Haus aus und kann Hans, ihren gewalttätigen Mann, endlich verlassen. Doch am Morgen findet sie Hans tot im Gästezimmer. Emma Sköld, hochschwanger und sehr ehrgeizig, übernimmt den Fall: Für sie ist Cornelia die erste Verdächtige, doch es gibt auch eine andere Spur: Die kleine Astrid will in der Nacht einen Mann neben ihrem Bett gesehen haben, der sie gestreichelt hat.


Meinung: 

 Sofie Sarenbrandt wird überall als die neue schwedische Krimi-Autorin gefeiert und an ihrem Buch, der Mörder und das Mädchen, kommt man die Tage nur schwer vorbei. 
Ein Grund für mich, das Buch mal anzutesten, auch wenn ich nichts auf die Meinung gebe, dass  Schweden einfach die besten Krimiautoren sind. 

Der Klappentext liest sich klasse, das muss ich zugeben. Es ist ein Plot, der auf den ersten Blick alles hat. Eine Gruppe an Protagonisten, die sicherlich dafür sorgt, dass es nicht langweilig wird. Schließlich sind da Signalworte und Formulierungen, wie "hochschwangere Ermittlerin", "gewalttätiger Ehemann" ich war wirklich auf einen Pageturner gefasst, aber irgendwie konnte das Buch gar nicht bei mir zünden. 

Beim ersten Anlauf, bin ich bis sage und schreibe, 25% gekommen, dann wollte ich abbrechen. Doch dann (weil es ein digitales Leseexemplar war) hab ich mich nochmal aufgerafft und habe das Buch bis zum Ende gelesen. 

Der Mörder und das Mädchen hat eigentlich eine perfekte Ausgangslage für einen guten Thriller. Leider konnte mich die Art und Weise, wie Sofie Sarenbrandt ihre Geschichte erzählt, weder fesseln, noch abholen. Die Geschichte ist in winzig kleine Kapitel unterteilt, ständig wird die Perspektive gewechselt und das schlimme ist, dass dies ein Buch ist, in dem der Alltagskram der Figuren auch noch viel Platz einnimmt. 

Ich bin ja immer für eine gesunde Balance zwischen dem Privatkram der Ermittler und dem Fall, den es zu lösen gilt. Aber wenn ein Großteil der Seiten dafür draufgeht, mich über die Schwangerschafts/Job/Lebensprobleme der Figuren aufzuklären, dann lese ich irgendwann nur noch quer. 
Was erschwerend hinzukommt ist, dass ich zu keiner der Figuren einen Draht aufbauen konnte. Sie haben mich eher gelangweilt und teilweise richtig runtergezogen, weshalb ich nach 25% erst mal eine längere Pause eingelegt habe. 

Im Laufe des Buches wird es dann nach und nach besser mit der Spannung, aber ich bin weit davon entfernt das Buch als Pageturner zu bezeichnen. Es ist in Ordnung, aber mir als versierter Krimi/Thriller Leserin konnte es nicht wirklich etwas neues oder aufregendes bieten. 
Gegen Ende überschlagen sich - wie es in diesem Genre so üblich ist - die Ereignisse. Das Ende selbst hat mich vollkommen kalt gelassen und im Nachhinein bin ich auch ein bisschen sauer darüber. 



Fazit: 

Unterm Strich kann man sagen, dass der Mörder und das Mädchen, ein Durchschnittsbuch ist. Die Autorin kann schreiben, aber mir persönlich ist es zu viel Gerede und zu wenig Spannung. 
Ich habe lange überlegt, wie ich das Buch bewerten soll. Die Geschichte an sich, hätte drei Sterne verdient, aber weil die Autorin die Erzählstränge zu sehr zwischen den einzelnen Protagonisten zerpflückt hat, bekommt sie einen halben Punkt Abzug. 



Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

[Rezension] Eisige Schwestern

[Montagsfrage] Kommentare

[Rezension] Die Henkerstochter