[Rezension] Dont you cry












Preis: € 12.99 [D]


Seitenanzahl: 384


Reihe:

Verlag: Harper Collins


Meine Wertung: ✰✰



Inhalt: 

Mitbewohnerin.
Freundin.
Mörderin?

Eines Nachts verschwindet die junge Studentin Esther Vaughan spurlos aus ihrem Appartement in Chicago. Ihre Mitbewohnerin Quinn findet nur einen mysteriösen Brief, der vor die Frage stellt, wie gut sie die vermeintlich brave Frau wirklich kennt. Als sie dann noch erfährt, dass schon längst per Anzeige nach einer Nachmieterin für ihr Zimmer gesucht wird, bekommt sie langsam Angst. Quinn beginnt zu recherchieren: Was ist eigentlich aus dem Mädchen geworden, das vorher mit Esther zusammengewohnt hat? Je mehr sie erfährt, desto mehr bringt Quinn sich in tödliche Gefahr.

Meinung: 

Ich bin ehrlich, ich hatte große Erwartungen an das Buch von Mary Kubica. Der Klappentext verspricht mir eine spannende, nervenaufreibende Story, die mich nicht mehr loslässt. Gänsehautfeeling. Ein Buch, das ich in einem Rutsch durchlesen will. 
Leider gehen Wunsch und Wirklichkeit bei diesem Buch weit auseinander.

Es geht um Quinn, die eines schönen morgens vom Wecker ihrer Mitbewohnerin Esther geweckt wird. Als diese das Mistding nicht ausstellt, wankt Esther selbst ins Nachbarzimmer und stellt fest: Das Fenster steht offen. Es ist saukalt. Esther ist weg.

Leider ist Quinn eine Protagonistin von der Sorte, die in mir den Wunsch weckt, ins Buch zu krabbeln und sie zu würgen. Ihre Reaktion besteht erst mal daraus, gar nichts zu tun. Sich wieder hinzulegen und zu hoffen, dass Esther schon zurückkommt, bestenfalls mit einem Bagel, wie jeden Sonntag. Als das nicht passiert, wühlt sie sich durch die privaten Sachen ihrer Mitbewohnerin, anstatt einfach mal so etwas ... normales zu tun wie z.B. einfach mal auf Esthers Handy anzurufen.

Im Ernst, bei solchen Figuren platzt mir die Hutschnur. Quinn ist einfach egoistisch, unreif, hysterisch und ich will ja nicht dumm schreiben, aber kindisch trifft es nicht so ganz. Keine ihrer Handlungen ist irgendwie von Logik getrieben und ich konnte keine postiven Gefühle für sie aufbringen. Als sie dachte Esther hätte einen Killer engangiert, hatte ich sogar kurz die Hoffnung, dass es nicht nur eine Paranoia von Quinn ist.

Es gibt noch einen zweiten Protagonisten. Alex. Dieser arbeitet in einem Diner in einem kleinen Ort am See. Zusammenfassen könnte man seine Figur als Stalker, denn er verbringt gern Zeit damit Leute intensiv zu beobachten und wie das in einer Kleinstadt eben so ist, den privaten Scheiß von jedem und über alles zu wissen.

Alex und Quinn bilden sozusagen ein Protagonisten - Dreamteam, denn die Autorin hat beschlossen, sie beide exakt gleich anzulegen. Egal ob bei Quinn oder bei Alex, wir werden mit den inneren Monologen der Figuren zugeschüttet und das natürlich sehr adjektivlastig und zäh. Dazu kommen endlose Widerholungen von Sachen die wir schon längst wissen und unzählige Anekdoten, die man auch Infodumps nennen könnte.

Die Auflösung ist eigentlich nicht der Rede wert und wird ebenfalls als Infodump geliefert.
Alles in allem war Don´t you cry eine Enttäuschung.

Kommentare

  1. Oh weh! Ich habe das Buch bei Lovelybokks gewonnen und deine Rezi macht mir jetzt doch etwas Angst :(
    Liebe Grüße
    Martina

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  2. Jetzt müsste ich doch lachen! Als ich den Inhalt gelesen habe, dachte ich mir: Was wartet die denn so lange...? Und genau diesen Gedanken habe ich bei dir in der Rezension gefunden! Danke, das Buch brauche ich nicht! Gruß Verena

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