[Rezension] Die Wikinger - Kampf um die Krone












Preis: € 10,-[D]


Seitenanzahl: 479


Reihe: Die Wikinger #1

Verlag: Bastei Lübbe


Meine Wertung: ✰✰✰



Inhalt:

 Norwegen und Irland im 9. Jh. Bei stürmischer See und mitten in der Nacht fällt den Wikingern um Thorgrim Night Wolf ein unscheinbares Fischerboot in die Hände. An Bord: eine außergewöhnlich reich mit Juwelen verzierte Goldkrone, die Krone der Drei Königreiche. Sie allein vermag die einander ständig bekriegenden Stämme Westirlands zu vereinen. Sie allein bestimmt, in wessen Händen die Macht liegt. Ehe sie sichs versehen, stehen die Männer mitten im Kampf um das mythische Wahrzeichen, und nur die Tapfersten werden überleben …

Meinung: 

Ich mag Wikingerbücher.
Es sind meist einfache, actionreiche Plots voll mit Keilereien, Schätzen die es zu heben gilt, Schiffen, harten Kerlen, außerdem findet sich immer irgendwer, der für mich Odin und/oder Schildwall brüllt. 
Wenn es um #KerleinHistos geht, bin ich wirklich einfach zufriedenzustellen, aber bei Thor, dieses Buch war ein wilder Ritt. 

Wenn ich Kampf um die Krone mit einem Wort beschreiben sollte, dann wäre das wohl kernig. 
Das ist ein Buch, das von einem Kerl, über Kerle für Kerle geschrieben wurde. 
Es wird gesoffen, geprügelt, gefurzt, geblutet und ... geschändet, was das Zeug hält. Es ist also nichts, was ich zartbesaiteten Philantropen empfehlen würde.

Der Hauptprotagonist ist Thorgrim Nachtwolf. Wir folgten ihm und seiner Crew von wilden Nordmännern auf gefährliche Abenteuer, über raue See mitten hinein in die politischen Konflikte Irlands. Denn Thorgrim und seine Gesellen schnappen sich auf einem Raubzug die Krone der drei Königreiche, und absolut jeder König, Schurke und Bösewicht ist hinter dieser Krone - die angeblich magische Kräfte hat - her.

Ich halte dem Buch zu Gute, dass es nie langweilig war. Allerdings schrammt es sehr oft, an der Grenze des Lächerlichen entlang.
Natürlich sind alle Wikinger gestandene Mannsbilder, die nichts - und wirklich überhauptnichts - aufhalten kann, das nahm teilweise schon übermenschliche Züge an, und ja auf der einen Seite war es unterhaltsam, aber auch der anderen Seite, fast schon zum Augenrollen.
Auch der Romance-Subplot zwischen Thorgrims Sohn Harald und der Fürstentochter Brigit lädt eher zum Fremdschämen ein und kumuliert sich in Sexszenen, die so schlecht sind, dass sie einen Platz bei Desastererotik verdient haben.

Sprachlich ist das Buch - wie oben erwähnt - recht kernig.
Flüche. Schimpfworte. Unapetitliche Sexszenen.

Nelson kennt eben sein Publikum und weiß, was es lesen will. Für ein Wikingerbuch ist das alles okay. Ich hab genau das bekommen, was ich erwartet hatte. Den Punktabzug gibt es, weil der Plot - selbst für einen Wikingerplot - zu viele praktische Zufälle hatte und der Harald x Brigit Handlungsstrang einfach nur zum Davonlaufen war. 

Als Fazit kann ich sagen:

Wenn ihr ein Wikingerbuch mit einem actionreichen Plot sucht, und auch vor derben Kerlen nicht zurückschreckt, dann könnt ihr bei Kampf um die Krone zugreifen.

Unterm Strich ist es ein durchschnittles Buch des Genres, aber es sticht aus der Masse nicht heraus.
Für mich ein klassisches 3* Buch

Kommentare

  1. Liebe Nadine,

    was für eine tolle Rezi ! Um das Buch schleiche ich schon Ewigkeiten, habe mich bisher aber noch nicht getraut das zu kaufen. Ich liebe historische Romane.

    Liebe Grüße,
    Mo

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