[Rezension] Cloaked in Shadows










Preis: 2,99-€[D]


Seitenanzahl: 350


Reihe: /

Verlag:


Meine Wertung: ✰✰



Inhalt: 

Zacriah Trovirn is concerned with two things in life: hunting and dodging Petrer, the boy who broke his heart.

Heartbreak becomes a distant concern when Zacriah is taken to the Elven capital of Thessolina, where he is forced into King Dalior’s new legion of shapeshifters. But Zacriah isn’t a shapeshifter. In truth, he doesn't know what he is.

Zacriah joins forces with new friends and they soon find themselves embroiled in a clash between the three Elven continents. With war looming on the horizon, Zacriah must learn to use his latent power to fight and protect those he loves before they are destroyed
 
Die Rezension enthält Spoiler zum Inhalt
 
 Meinung: 

Fantasy ist für mich ein "alles oder nichts"-Genre. 
Entweder der Plot, die Welt und die Figuren packen mich ab Seite eins, oder es ist für die Tonne. Da gibt es keinen Mittelweg. 
Nach einer langen Fantasyabstinenz habe ich mich (nach langem hin und her überlegen) für das Debüt von Ben Alderson entschieden, hautpsächlich wegen dem LGBT Content (weil das einfach ein Genre ist, das ich immer lesen kann und ich schon verfluchte gute Fantasy/Gay-Romance Bücher gelesen habe) 
 
Leider ist Ben Aldersons Erstling nicht gut. Es ist, und da bin ich ganz ehrlich, der erste Versuch eine Geschichte zu schreiben, ein erster Entwurf, der nie hätte veröffentlicht werden dürfen. Wenn ich dem Autor einen guten Rat geben könnte, dann wäre es der, das Buch aus dem Verkauf zu nehmen, und es nocheinmal mit guten Betalesern und Korrektoren von Grund auf neu zu schreiben.
 
So wie es jetzt vorliegt ist Cloaked in Shadow eine Massenkramabolage aus allen möglichen Fantasyklischees, Plotelementen die der Autor aus anderen Büchern und Filmen übernommen hat und zwar so, dass es auffällt. Garniert wird es von einem Protagonisten den ich nur als "die spezielle Schneeflocke des Tages" beschreiben kann. 
 
    Was noch hinzukommt ist, dass der Autor sowohl bei Aufbau, Syntax und vorallem im Worldbuilding noch viel zu lernen hat. 
 
Protagonist Zac wird mit einer nicht näher definierten Gruppe zum Elbenkönig eingeladen. Hinterfragt wird das nicht. Auch habe ich nie verstanden wie groß die Gruppe ist, und wie lange die Reise gedauert hat, weil alles sehr wirr geschrieben ist. 
Beim königlichen Bankett, auf dem Zac zum erstenmal auf den hotten Prinz Hadrian trifft, wird ein Test mit den anwesenden Elben durchgeführt, den nur die bestehen, die magische Fähigkeiten haben, also "Shifter" sind. Aber Zac ist kein Shifter, er kann Wind kontrollieren. 
Dann eröffnet der König der verdutzen Gruppe, dass die "Dunkelelfen" das Königreich überfallen und aufgehalten werden müssen und das sie jetzt hier in der königlichen Armee zu Kriegern ausgebildet werden. 
 
Das wäre ja alles gut und schön und eigentlich auch ein ganz anständiger Plot ... wenn der Autor einen anständigen Plot hätte. Oder eine Hauptfigur die kein so entsetzliches Crybaby wäre. Zac ist der typische 0815-Larry-Stue einer Fantasygeschichte. Er kann etwas, was sonst keiner kann und versteht nicht, warum absolut jeder auf ihn steht. Er sagt sogar mindestens einmal "why me?" und das geht mir einfach nur noch auf den Keks. Es ist so unoriginell und ausgelutscht. Und die anderen Figuren sind auch nicht besser. Keine sticht hervor, oder ist orignell, tief oder gut ausgerabeitet.
 
Der ganze "Plot" ist nur eine Aneinanderreihung von Szenen, von denen 80% nur existieren um Zac entweder einen Grund zum heulen/jammer/rumnölen zu geben oder ihn auf den Prinzen zu schubsen. Oh oder um absurdes Drama mit seinem betrügerischen Exfreund zu generieren, der natürlich auch ein Shifter ist. 
 
Ein wirklicher Plot, ein roter Faden ist nicht existent, es geht einfach nur darum, Zac x Hadrian zu forcieren. Das sieht man auch an der nächsten "Szene" die neuen Rekruten sollen vor der Komandantin "shiften" und werden in 3 Gruppen aufgeteilt. 
Doch Zac kann nicht "shiften" weil er nur "Wind kontrollieren" kann. Er sagt, er könne nicht shiften, was die Komandantin als Weigerung sieht und mit Strafe droht. 
 
Und?
Was ist die Bestrafung? 
Oh ja, stimmt. Er hat Partytime mit dem Prinzen, kann mit ihm durch die Stadt stromern, Ale trinken, ihn anhimmeln. Mal ganz im Ernst, das ist doch kein Plot! Das ist einfach nur eine Sammlung an Ideen und Szenen, die hintereinandergereiht wurden. Andauernd brechen Konflikte auf, aber die werden natürlich nie gelöst, sondern der Autor bricht Szenen einfach ab. 
z.B. gibt es eine, in der eine der Shifterinnen ihre Freundin nach Hause schicken muss. Die Freundin weint. Ein Konflikt ist da, aber das interessiert den Autor nicht und er würgt die Szene einfach ab, ohne eine Auflösung zu bringen. 
 
Das Worldbuilding ist katastrophal. 
Es fühlt sich nicht echt und rund an, sondern wie aus 100 anderen Büchern zusammengeschustert. Die Welt von Cloaked in Shadows hat NICHTS eigenes. Nichts. 
Elben reiten auf auf Elchen (wie König Thranduil in the Hobbit) und verschiedene Elbenvölker bekriegen einander. Die "Jahre" nennen sich "Monde", aber das macht keinen Sinn, weil die Ekliptik der Welt der unseren gleicht (Zac sieht Orion am Himmel) 
 
Fazit: 
 
Ich kann keinem empfehlen sich das Buch zu kaufen. 
Die Figuren sind langweilige Abziehbilder, der Plot de facto nicht existent und das Worldbuilding ist schwach. 


 





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